21.06.24 Midsommar

Esther hatte uns empfohlen, an Midsommar nach Wira Bruk zu fahren. Dies ist eine Art Museumsdorf mit einer alten Schmiede, die noch aktiv betrieben wird.

Schon als wir gegen 13 Uhr dort ankamen, war es etwas ruhig für eine Feier. Wir sind dann trotzdem in das Dörfchen gegangen und haben dort eine Runde gedreht. Dort wird auch tatsächlich eine Midsommar Feier stattfinden, aber das war mehr oder weniger eine private Veranstaltung. Nur wenige Leute waren schon da, die aber fast alle in Tracht und mit Blumenkränzen geschmückt.

Wir hatten das Gefühl, dass wir als Touristen dort nicht hin passten.

Google hat uns dann zurück nach Akersberga geführt, genauer nach Ekbacken. Dort sollte es eine Feier geben, die noch bis 15:30 h ging. Leider kamen wir dort, nachdem wir weiter außerhalb parken mussten, ein paar Minuten zu spät. Auf dem Weg in den Park konnten wir noch viele Menschen um den Maibaum tanzen sehen, aber gerade als wir dort angekommen sind, war der Tanz zu Ende.

Dies war dann wohl auch der Höhepunkt des Festes und so zogen jetzt schon viele davon.

Der Park war aber immer noch gut gefüllt, Menschen jeglichen Alters, mit Blumenkränzen oder ohne, in Tracht oder auch nicht. Viele saßen auf Decken, manche auf Stühlen und überall war Picknick angesagt. Ein wirkliches Fest, ohne irgendwelches Unterhaltungsangebot, es gab nur etwas zu essen und zu trinken.

Schade, dass es das bei uns so nicht gibt. Das hat einen ganz besonderen Charme.

Auch wenn es zu spät war, haben wir noch unsere Campingstühle und die Picknicktasche aus dem Auto geholt und dort, mitten unter den Menschen ebenfalls unser mitgebrachtes Essen verzehrt.

Wir waren zwar zum Höhepunkt des Festes nicht dabei, was wirklich sehr, sehr schade war, aber trotzdem haben wir etwas von dem besonderen Gefühl von Midsommar in Schweden mitnehmen können.

22.06.24 Faulenzertag 😁

Es ist jetzt 15:30 und wir pendeln zwischen der oberen und der unteren Terrasse.

Schwere Entscheidung, immer abhängig von der Sonne.

Viel Sonne = untere Terrasse, da Sonnenschirm,

mehr Wolken = obere Terrasse, da bessere Aussicht.

Dieser extrem entspannt Tag muss dann natürlich auch einen gebührenden Ausklang finden 😄

Fika 😄

Für alle, die Fika nicht kennen, hier eine kurze Erklärung.

In Schweden ist das eine Institution, eine kleine Pause am Vormittag oder Nachmittag. Dazu gibt es gerne einen Kaffee und etwas Süßes. Fika ist ein Ausdruck der schwedischen Lebensart.

23.06.24 Wira Bruk

Zur Mittsommerfeier waren wir ja schon mal kurz dort und wir fanden es wirklich sehr schön, zumindest von außen betrachtet ein Stück heile Welt.

Auch der Weg dorthin ist schon sehr sehenswert, man wartet jeden Moment darauf, dass Pippi Langstrumpf auf dem kleinen Onkel vorbeireitet oder Michel aus Lönneberga vor seinem Papa in den Schuppen flüchtet.

Deshalb fahren wir heute noch einmal dort hin, es ist ja nur eine Viertelstunde von unserem Ferienhaus entfernt. Heute sind auch das Café und die Schmiede geöffnet und das wollen wir uns natürlich mal ansehen.

Die im Shop der Schmiede angebotenen Artikel sind leider nicht so unser Stil, aber trotzdem schön anzusehen. Wir wechseln daher auf die andere Straßenseite (oder besser Kieswegseite😜) ins Cafe. Hier sind wir schon eher richtig. Gemütlich, kleine Tische innen, außen ebenfalls Tische und Bänke.

Die Auswahl an Speisen ist klein, aber sehr appetitlich und wir entscheiden uns für eine Bowl mit Lachs und ein belegtes Brot mit Roastbeef. Dabei weckt der Begriff „belegtes Brot“ wahrscheinlich eine falsche Vorstellung.

Brot mit Kartoffelsalat, Roastbeef, Gurke, Zwiebeln und einer leckeren Soße.

Auch die Bowl mit Lachs hatte Raffinesse und schmeckte hervorragend.

Nach dem Essen drehten wir nochmal die Runde durch den kleinen Ort, besuchten auch die alten Schmieden und verabschiedeten uns dann Richtung Akersberga.

Hier in Schweden ist es vollkommen normal, dass die Geschäfte auch am Sonntag geöffnet haben. Wir erledigten daher noch kurz unsere Einkäufe für die nächsten Tage, weil wir z.B. morgen eine Schärenfahrt ab Vaxholm geplant haben und da mal etwas Proviant mitnehmen möchten.

Ausblick

So haben wir den morgigen Tag geplant. Um 09:25 wollen wir mit dem normalen Linienboot durch die Schären nach Finnhamn fahren.

Die Strecke haben wir vollkommen zufällig ausgewählt, weil sie uns hoffentlich viel von den Schären zeigen wird und mit ca. 2 Stunden ein gesundes Mittel zwischen inneren und äußeren Schären darstellt.

Dazu hoffen wir, dass Finnhamn weniger touristisch geprägt ist und wir dort ein paar schöne Stunden verbringen können.

Der morgige Tag wird’s zeigen.

24.06.24 Denkste!

Das eine ist der Plan. Unserer war gut. Aber nicht gut genug. Denn er hat leider nicht funktioniert.

Gescheitert ist der gute Plan an den Parkmöglichkeit in Vaxholm. So banal. Wir hatten gestern sogar nach einem Parkplatz gesucht und diesen auch gefunden. Da hatten wir auch noch massig Zeit bis zur Abfahrt der Fähre.

Als wir aber, wie in Schweden üblich natürlich per APP, bezahlen wollten mussten wir feststellen, dass hier nur max. 4 Stunden möglich sind. Und dann war der gute Plan auf einmal nichts mehr wert.

Denn wir fanden in diesem Vaxholm einfach keine Parkmöglichkeit für den ganzen Tag. Auch die Leute, die wir fragten konnten uns nicht helfen. Das Tourist Office öffnet erst um 10 Uhr, 35 Minuten nach der geplanten unserer Fähre. Mist.

Wir haben uns also damit abgefunden, daß das heute nichts wird mit Finnhamn. Dann also warten bis die Information aufmacht. Es kann ja nicht sein, dass es in diesem Ort kein Parkplatz für Fährenbenutzer gibt.

Ist auch nicht so 😕. Auf dem Weg zurück in den Ort kommen wir an einem Parkplatz vorbei. 24 Tim. Also 24 Stunden sind möglich. Das steht aber nur klein auf einem Schild und da sind wir bisher noch nicht vorbei gekommen. Auch im Internet gibt’s dazu keine Info. Im Gegenteil. Wir finden noch mehrere Berichte, dass andere die gleichen Probleme hatten.

Egal, das Problem ist gelöst. Besonders ärgerlich war, dass der Parkplatz nur 50 Meter von dem entfernt war, den wir zuerst angesteuert hatten.

Also muss ein neuer Plan her. Der war auch schnell gefunden, weil wir das eh schon auf dem Zettel hatten.

Ab nach Ljusterö. Der Besuch dieser Schäre war ein Tipp von Esther. Dort soll es einen tollen Naturpark geben. Die Überfahrt ist nur per Fähre möglich, diese ist aber kostenlos. Wir haben gelernt, dass gelbe Fähren in Schweden zum Straßennetz gehören und daher eben nicht zu zahlen sind.

Am anderen Ufer angekommen ging es erstmal auf kleinen Straßen am Meer entlang

durch weitläufige Wohngebiete auf Feldwegen und zum Schluss auf einem einspurigen Waldweg mit Ausweichstellen ans nördliche Ende der Insel.

Hier kämpften wir noch mit der Parkster APP, konnten dann aber doch für’s Parken bezahlen. Das ist hier schon bemerkenswert. Auch im entlegensten Winkel hat man hier schnelles Internet und bezahlt wird eben online.

Dazu passt auch, dass wir jetzt schon mehr als eine Woche in Schweden sind und noch nicht eine einzige Krone umgetauscht haben. Brauchst Du hier nicht.

Wir haben also geparkt und nach einer kurzen Wanderung bot sich uns dann dieser Anblick

Ein wunderbares Plätzchen direkt am Wasser, mehrere Tische und Bänke und kaum Leute. Wir haben gleich in schwedischer Manier unser Picknick ausgepackt und Mittagspause gemacht.

Weil es wirklich so schön war, blieben wir mehr als 2 Stunden dort und wanderten dann das kurze Stück zurück zum Auto.

Auf den kleinen Strässchen ging’s dann wieder zurück zur Fähre und in unser Ferienhaus.

Der Tag ist zwar komplett anders gelaufen als geplant, war aber doch super schön. Auch dieser Tipp von Esther bekommt von uns einen 👍

25.06.24 Akersberga

Heute wird es warm, richtig warm.

Schon gestern war das so vorhergesagt und wir haben deshalb den Tag früh begonnen.

Für unser Frühstück haben wir uns heute einen besonderen Platz ausgesucht. Wir gehen ein paar Minuten hinunter ans Meer und frühstücken dort auf unserem Steg.

Dabei war alles, was zu einem schönen Frühstück gehört, inkl. Kaffee, Orangensaft und Frühstücks-Ei.

Die Kulisse war auch entsprechend, ein sensationeller Start in den Tag.

Danach noch eine kleine Runde zum Strand und ins Eichenwäldchen, bevor es dann schon richtig warm wurde. Im Schatten ist es mit einer leichten Brise noch immer sehr angenehm, ohne Schatten dagegen wirklich sommerlich heiß. Eben so, wie sich viele Schweden gerade nicht vorstellen 😀

Mal was anderes

Normalerweise fahren hier ja immer die gleichen Kandidaten nach Stockholm und von dort wieder zurück.

Bisher war Mein Schiff 1 die einzige Ausnahme, ist es doch keine Fähre, die ständig hierher pendelt.

Heute kamen noch 2 weitere hinzu, die wir zwar schon bei der Einfahrt gesehen haben, aber das war irgendwann am ganz frühen Morgen.

Hier also die AIDAdiva und ein Flugzeugträger der schwedischen Marine.

AIDAdiva bei der Ausfahrt aus Stockholm

Der Flugzeugträger wurde vorne und hinten jeweils von einem Polizeiboot mit Blaulicht begleitet. Keine Ahnung warum, aber die werdens schon wissen.

26.06.24 Jetzt doch nach Finhamn

Am Montag hat es leider nicht funktioniert, aber heute hat alles gepasst.

Hier nochmal unsere Fahrt von Vaxholm nach Finnhamn, von 09:25 bis 11:35 h.

In den ca. 2 Stunden ging es mit Linienboot quer durch die Schären. Bei sensationellem Wetter haben wir diesen außergewöhnlichen Teil der schwedischen Küste in Ruhe kennenlernen können. Eine wunderbare Landschaft und vor allem viele, viele wunderschöne Häuser. Häuser ist oft schon schwer untertrieben, was da zum Teil zu sehen ist, sind riesige Villen mit gepflegten Gärten, aber alle im schwedisch-traditionellen Stil gebaut. Da die meisten davon wohl nur Wochenend- und Sommer-Häuser sind, muss es in Schweden schon viele gut betuchte Menschen geben.

Diese Häuser im Bild sind welche von den kleinen, also nicht der Rede wert 😀

In Finnhamn kurz vor dem Anlegen…
… und gleich nach dem Aussteigen

Ziemlich pünktlich kamen wir in Finnhamn an und haben uns erstmal etwas orientiert.

Ein Lokal und ein kleiner Laden direkt am Anleger, aber irgendwo muss da eine Art Ferienhaus-Siedlung, eine Jugendherberge o.ä. sein, weil viele junge Leute und Familien mit Kindern hier sind.

Dann hatten wir das wohl beste Mittagessen unseres bisherigen Urlaubs.

Es gab zwar nur mitgebrachtes Brot mit Salami und dort gekauften Frischkäse, aber dieser Platz und dieser Blick stellten alles andere in den Schatten.

Damit wir noch etwas von der Insel sehen, sind wir dann noch eine knappe halbe Stunde zu einer weiteren Bucht mit kleinem Hafen und einem Kiosk gelaufen.

Wenn wir ehrlich sind, hätten wir uns das schenken können. Der Weg dorthin war eine Mischung aus Wandern in Österreich und rund um die Hohe Warte vor unserer Haustür.😜

Also direkt wieder zurück und zur Belohnung in das Restaurant am Anleger. Ein Kaffee und etwas Süßes geht immer.

Auf der Terrasse haben wir richtig schön gesessen und die Zeit bis zur Rückfahrt genossen.

Unbewusst haben wir für die Rückfahrt eine andere Route ausgesucht. Das hat sich anhand der Uhrzeit um 14:30 h einfach so ergeben.

Tatsächlich war es aber ein ganz anderes Bild der Schären. Mehr kleine Inseln, meist unbewohnt und wenn, dann standen da auch nur kleinere Häuser. Keine Ahnung warum, aber anscheinend sind die Schären nicht überall gleich.

Beruhigend war, dass unser bayerischer Landesvater und ungekrönter König 😀 auch im entfernten Schweden seine Hand, oder seinen Arm schützend über seine Untertanen ausbreitet 😜😜

Eine ganz interessante Einrichtung gibt es noch an den Anlegern der Fährlinien.

An jedem Anleger steht ein Signal, das einfach manuell auf Hochkant gestellt, oder flach umgelegt werden kann. Wer will, dass die Fähre anlegt, stellt auf Hochkant und kurz vor dem Einstieg, stellt man es wieder zurück.

Ist also das Zeichen nicht vom Schiff aus erkennbar, fährt der Kapitän unweigerlich am Anleger vorbei.

Einfache Methode, funktioniert aber prima.

27.06.24 im Ferienhaus

Wir waren gerade auf dem Steg am Meer zum Frühstücken. Schön, aber warm. Kein Schatten. Also lieber wieder auf die Terrasse unter den Sonnenschirm ☀️

Kurz vor 9 am Vormittag und schon gefühlte 26 Grad. Heute ist wohl aktives Nichtstun angesagt 😜

Wenn man schon nichts tut, dann freut man sich natürlich besonders über das, was vor der Nase so passiert. Auf dem Meer ist stets etwas los, ein fröhliches Stelldichein von kleinen und größeren Segelbooten, mal mit, mal ohne Segel, Motorbooten in allen Größen und natürlich die Fähren und Kreuzfahrtschiffe.

Heute kam die AIDAmar auf Ihrem Weg nach Stockholm hier vorbei.

Kurz bevor dieses Bild entstand, sind sogar zwei dieser Riesen fast direkt vor uns aneinander vorbeigefahren.

Man glaubt gar nicht, dass das überhaupt funktioniert, sind die beiden doch jeweils ca. 40 Meter breit und das Meer ist gefühlt viel zu schmal. Da täuscht man sich wohl ganz schön.

Von links kommt die AIDAmar, dahinter die Viking Glory

Nun steht das Mittagessen als nächster Programmpunkt an 😜 und dann bereiten wir uns wohl aufs Abendessen vor. Heute wollen wir einen weiteren Tipp von Esther testen und gehen zum Skeppskatten Hamnkrog.

Was ein schwerer Tag aber auch 😉

Bezahlen in Schweden

Wir sind heute seit 2 Wochen hier in Schweden, haben Hotels bezahlt, waren Essen, Einkaufen und Tanken. Wir haben Postkarten und Briefmarken gekauft, Souvenirs und anderen Schnickschnack. Wir haben Parkgebühren bezahlt, Bus Tickets gekauft und waren in Museen.

Was wir bisher noch nicht getan haben ist Geld umtauschen. Wir hatten noch keine einzige Krone an Bargeld in der Hand, haben schon gar nichts getauscht. Und es funktioniert wunderbar.

Das ist es doch auch Wert, einmal hier erwähnt zu werden!

27.06.24 Abendessen

Und wieder ein klasse Tipp!!

Auch hier wären wir niemals zufällig vorbeigekommen, die letzten paar hundert Meter führen über einen Schotterweg, aber dann steht da ein kleines, gemütliches Holzhäuschen mit einer wunderbaren Terrasse und tollem Meerblick.

Auch hier fahren die Schiffe direkt vorbei, gefühlt sogar noch näher.

Wir sind aber nicht wegen des Blickes hergekommen, der eigentliche Grund war ja das Abendessen. Wir haben uns beide für den Fischeintopf entschieden und das war gut so 😀

Sehr lecker und in diesem Ambiente – eine Sensation. Dazu ein Bier der eigenen Abfüllung und schon ist man rundum zufrieden.

Das war ein wunderschöner Abend, zufällig sogar mit Live-Musik, den wir wieder einmal in vollen Zügen genossen haben.

28.06.24

Nach dem Frühstück verbrachten wir die erste Tageshälfte gemütlich auf der Terrasse. Schon um 8 Uhr ist es richtig warm und ohne Sonnenschirm geht da mal gar nichts.

Ob das daran liegt, daß die Sonne da schon 4 oder 5 Stunden aufgegangen ist? Könnte schon sein.

Dann starten wir nochmal zum Mittagessen nach Akersberga, zum Solbrannan. Das war so schön und lecker dort, daß wir das unbedingt noch einmal auf dem Plan hatten.

Der Parkplatz war voll, auch weil direkt neben dem Lokal der Strand von Akersberga ist und da schon ganz schön was los war. Die freien Plätze draußen waren alle in der Sonne und so saßen wir dieses Mal innen, aber direkt am Fenster.

Man sieht, auch so ist’s ein wunderschönes Plätzchen und unser Essen war ebenfalls top.

Annette hatte sich Flunder mit Kartoffelbrei und Preiselbeeren ausgesucht,

für mich gab’s Roastbeef mit warmem Kartoffelsalat. Sehr lecker.

Dazu gehören beim Mittagsmenü noch Salat vom Buffet, Wasser, Apfelsaft oder Preisselbeersaft so viel man möchte und danach Kaffee und Kekse, ebenfalls zum selbst bedienen.

Die Preise, die hier aufgerufen werden, sind ebenfalls sensationell. Umgerechnet sind das etwa 23 €

Auf dem Rückweg noch ein kurzer Abstecher ins Akersberga Centrum, die letzten Kleinigkeiten für den Aufenthalt hier besorgen.

Aus dem Parkhaus wurden wir dann freundlich mit dem Hinweis verabschiedet, dass das Parken kostenlos war, da unter 3 Stunden. Danke dafür, das sollte man mal in der Aschaffenburger City Galerie so machen!

Am Nachmittag kündigte sich dann schon der vorhergesagte Regen mit ein paar Wolken an, aber bis nach 17 Uhr konnten wir noch wunderbar unter dem Sonnenschirm sitzen.

Bei der Ausfahrt der AIDAmar gab es allerdings doch ein paar Regentropfen. Nicht viel, aber genug, dass wir das Abendessen nach drinnen verlegen mussten.

Das hat aber nicht lange angehalten, kurz danach sind wir wieder nach draußen umgezogen, zwar etwas wärmer gekleidet, aber das ist gar nicht so schlimm nach den warmen Tagen.

Morgen soll es wieder besser werden, dann besuchen wir die Insel Rindö, unser letzter Ausflug hier in Akersberga, bevor es dann am Montag Richtung Süden, nach Kalmar geht.

29.06.24 Samstag und das Wetter ist noch gut.

Morgen soll das Wetter laut Vorhersage sehr durchwachsen werden und so ist heute wohl der letzte richtige Urlaubstag hier in Akersberga. Machen wir also was draus!

Das fing schon mal gut an. 😀

Wie geplant, starteten wir dann wieder einmal in Richtung Vaxholm. Die Strecke kennen wir ja mittlerweile 😉. Doch dieses Mal war Vaxholm nicht das eigentliche Ziel, eher nur das Tor dazu. Ziel war Rindö, eine Schäre nur wenige Minuten von Vaxholm entfernt. Wenige Minuten mit der Fähre!

Wir wissen ja mittlerweile, die gelben Fähren sind ein Teil der Straße, also einfach auffahren.

Rindö selbst ist eher klein, gerade mal 5 km lang. Ziemlich am Ende gibt es eine kleine Käserei mit Laden, Eisverkauf und einigen Tischchen im Garten.

Ein schönes Fleckchen, das wir auch aus dem Reisebericht von Judith Rakers kannten. Das hat uns da so gefallen, daß wir es auf den Plan gesetzt haben. Und das war gut so.

Die Inhaberin sah genau so aus, wie im Film und war total nett. Also haben wir gleich unsere Mittagspause dort gemacht.

Beim Essen haben wir gesehen, dass es am Ende von Rindö eine weitere Fähre gibt, die nach Värmdö übersetzt. Das Wetter war gut, der Tag noch jung, also ab nach Värmdö!

Dort haben wir uns die Burg über der engen Durchfahrt der Fähren angesehen und den wunderschönen Ausblick genossen.

Das letzte Tagesziel war dann ein kleines Café am Fähranleger in Lillsvet. Direkt am Meer gelegen, total urig und somit genau unser Geschmack.

Vom Kuchen konnte man das leider nicht sagen, aber das kann man verschmerzen.

Am Anleger könnten wir dann mal das Signal für die Linienboote aus der Nähe betrachten.

Dabei habe ich gelesen, daß man das Signal sogar noch in die Richtung schwenken kann, aus der man das Schiff erwartet. Schiffe in die andere Richtung wissen dann sofort Bescheid.

Einfach den Bügel nach unten ziehen und dort einhaken. Zum Drehen ist der längere Stab da.

Leider geht auch der schönste Tag einmal zu Ende und so ging es wieder über die beiden Fähren zurück ins Ferienhaus

Seltsame Praxis

Wir haben uns schon ein paarmal gefragt, was das für Autos sind, die da mit einem Warndreieck und ohne Nummernschild hinten über die Straße schleichen.

Das hat gar nichts mit einer Panne zu tun, wie man meinen möchte.

Mit diesem Zeichen können Jugendliche bereits ab 15 Jahren mit Max. 30 km/h alleine Autofahren. Oder besser Autoschleichen 😞 So kann man auch Verkehrshindernisse schaffen.

Vielleicht ist es in entlegensten Orten schon wichtig, aber 30 ist natürlich heftig langsam.

30.06.24 der letzte Tag in Akersberga

Auch wenn es noch so schön war, irgendwann geht auch dieser Aufenthalt zu Ende. Nicht der Urlaub, zum Glück haben wir ja noch ein paar Tage, aber der Aufenthalt hier in diesem tollen Ferienhaus.

Am Morgen haben wir noch die letzten Sonnenstunden ausgenutzt, auf der Terrasse gefrühstückt und den Blick noch einmal genossen.

Auch zum Mittagessen konnten wir noch draußen sitzen, aber es war schon merklich wolkiger und kühler.

Kaum daß wir fertig waren fielen die ersten Tropfen und der vorhergesagte Regen setzte ein.

Es wäre zwar schöner gewesen, wenn auch dieser letzte Tag noch bis zum Abend sonnig und warm geblieben wäre, aber heute war es nicht ganz so schlimm.

Wir nutzten den Nachmittag schon mal zum Packen, das hätten wir ja eh machen müssen. Dann wird es morgen früh entspannter, da wir ja wieder eine längere Fahrt nach Kalmar vor uns haben. Das sind etwa 450 Kilometer und wird wohl 5-6 Stunden dauern.

01.07.24 Good bye Akersberga, Welcome Kalmar

Die letzte Nacht war leider regnerisch und frisch und auch als wir frühstücken wollten, war es draußen noch zu kalt. Wir haben das dann einfach nach innen verlegt, kann man halt nicht ändern.

Wer aber Spaß am Regen hatte, waren die Schnecken. Mögen Schnecken denn nasse Holzkohle?? Kann ja kein Zufall sein, dass die alle da sitzen!

Nach dem Frühstück wurde es dann doch ganz schnell sonniger und wärmer, so dass wir doch noch unser Abschiedsbild mit der Viking Grace im Hintergrund machen konnten.

Kurz vor 10 Uhr war das Auto gepackt und das war der letzte Blick auf unser Ferienhaus.

Von oben, also vom Parkplatz und Eingang sieht es vollkommen unscheinbar aus.

Zuerst ging es zurück durch Stockholm und dann immer weiter nach Süden. Im ersten Teil war es oft noch 2-spurige Autobahn, später hauptsächlich eine mehr oder weniger breite Landstraße.

In Stockholm mussten wir auch mal wieder Maut bezahlen, der aktuelle Preis steht dann direkt über der Autobahn und ist abhängig von Tag und Uhrzeit.

Ganz ehrlich, auch heute ging es wieder darum, Kilometer zu machen. Der Bereich um Stockholm ist eh nicht sehenswert, eine große Stadt eben mit viel Industrie in den Randbereichen.

Später war es z.T. wirklich schweden-typisch, oft aber auch ähnlich zum Spessart. Wir haben uns das Fahren heute wieder geteilt, so dass jeder mal etwas die Gegend betrachten konnte.

Hier soll wohl demnächst die Straße durch Sprengungen verbreitert werden.

Mit einer kurzen Pause kamen wir nach 450 km um 16:30 h in Kalmar in unserem Hotel Slottshotellet Kalmar an und konnten problemlos einchecken.

Bei einer kleinen Runde durch die Stadt haben wir erste Eindrücke gesammelt. Ein schönes, gemütliches Städtchen. Aber eben auch sehr überschaubar.

Hier ein paar Eindrücke

Und das Schloss darf natürlich auch nicht fehlen

Am Ende des Tages gab es dann noch ein ganz besonderes Abendessen bei Brisket & Friends: Den Table Braker für 2 Personen

Kurz beschrieben: Wir waren satt😃 und geschmeckt hat es auch noch sehr lecker!

Nur das mit dem Bier müssen sie noch üben😁aber voll wars wenigstens 😉😉

02.07.24 Öland

Das erste Highlight von Öland steht schon an, bevor man überhaupt auf der Insel ist: Die Ölandsbron, mit gut 6 km die längste Brücke Schwedens. (Die Öresundbrücke ist zwar länger, aber ein Teil davon steht in Dänemark 😜)

Fahrt Richtung Öland.

Das erste „richtige“ Ziel auf der Insel war das Schloss Borgholm.

In knapp 40 Minuten waren wir da und der erste Eindruck war schon klasse. Innen hat es uns so gut gefallen, dass wir über 2 Stunden dort waren und uns alles in Ruhe angesehen haben. Alles sehr gut erhalten, gut restauriert und die verschiedenen Blicke aufs Meer sind faszinierend.

Hier mal ein paar Eindrücke

Gerade einmal 15 Gehminuten davon entfernt liegt das Schloss Solliden, der Sommersitz der königlichen Familie. Den kurzen Fußmarsch haben wir gerne auf uns genommen und dort natürlich den zugänglichen Bereich besichtigt.

Ein wunderbarer, gepflegter (wie auch sonst?) Park, eine Mischung aus Kunst, Garten und Erlebnispark. Wirklich sehr schön gemacht und irgendwie ist da doch auch immer das Gefühl, dass hier auch mal die Königsfamilie entlang spaziert. Auch das macht den ganzen Park ganz besonders.

Auch hier waren wir etwa 2 Stunden und nach einer kleinen Fika im Kaffetorpet im Schlosspark ging die Reise weiter.

Beim nächsten Stopp, etwa 40 Minuten weiter nördlich, ging es um eine kulinarische Spezialität Ölands. Man hat sich ja schließlich vorbereitet 😄

Wir wollten unbedingt mal Kroppkaksbod essen, das sind Knödel mit einer Art Hackfleisch gefüllt und Ninnis soll dafür die erste Adresse hier auf Öland sein.

Die Knödel sind wirklich lecker, so was kennen wir überhaupt nicht, zumal sie mit Sahne und Preisselbeeren serviert werden. Man hat das Gefühl, dass Preisselbeeren irgendwie die Universalwaffe der Schweden sind. 😜 So also sehen die Wunderdinger aus die man stückweise bestellen kann.

Satt waren wir also und da es noch früh am Tag war, wir getankt und auch noch Lust hatten, verlängerten wir die Fahrt kurzerhand bis ans nördliche Ende der Insel. Dort steht der lange Erik, ein Leuchtturm, den man über 138 Stufen besteigen kann und an dessen Fuß viele Steinsäulen gebaut wurden.

Natürlich haben wir uns die 138 Stufen gegeben, um oben eine tolle Aussicht zu genießen

Auch die vielen, von Besuchern aufgesetzten Steinsäulen sind es Wert, dass man sich etwas Zeit nimmt.

Den Rückweg haben wir dann etwas anders gewählt, damit wir noch etwas mehr von der Insel sehen. Auch hier wieder ein paar Eindrücke

Und natürlich mussten wir auch wieder über die Ölandsbron zurück, bis wir um 20 Uhr im Hotel ankamen.

Ein langer Tag, aber auch ein besonders schöner! Hoffentlich wird das Wetter morgen wieder genau so gut, auch wenn jetzt gerade doch einige Wolken aufziehen.

03.07.24 Kalmar

Heute ist leider schon unser letzter voller Urlaubstag angebrochen. Wahnsinn, wie schnell 3 Wochen vergangen sind.

Heute bleiben wir hier in der Stadt, sehen uns das Schloss und den Marktplatz mit dem Dom an, den wir noch nicht besucht haben.

Zuerst gehen wir aber auf dem Weg zum Schloss über den Friedhof, der direkt am Schloss liegt. Ganz anders, als wir das kennen, eher ein Park. Aber wir haben auch nur einen Teil gesehen, vielleicht ist der Rest auch anders gestaltet?

Jetzt also ins Schloss. Wir haben uns auch heute viel Zeit gelassen, sind gemütlich durch alle Räume geschlendert (und es gibt viele Räume in so einem Schloss 😄)

Hier hat man versucht, möglichst viel vom Leben der ursprünglichen Bewohner zu zeigen. Kleider, Schlafzimmer, die Küche und gedeckte Tafeln. Das sieht zwar recht gut aus, ob das aber so war, oder nur in unser Bild von der Zeit passen soll? Mir ist da immer etwas zu viel Phantasie dabei.

Aber auf jeden Fall ist das Schloss selbst auch sehr gut erhalten und den Besuch auf jeden Fall wert.

In der Stadt waren wir ja schon am Montag, aber irgendwie sind wir immer um den Marktplatz mit dem Dom herumgelaufen 😉 Aber jetzt! Wir waren tatsächlich nur eine Querstraße davon entfernt und haben einfach die falsche Richtung eingeschlagen…

Auf den ersten Blick sieht das gar nicht nach Dom aus, aber wir waren drin. Es stimmt. Schön, nicht so protzig, goldig. Eher schlicht. So mag ich das.

Zum Mittagessen gab’s Enchilada und Buritto in der Taco Bar und danach haben wir uns eine kleine Siesta gegönnt 😊

Die letzten Tage waren wir ganz schön viel unterwegs und heute haben wir es mal etwas langsamer angehen lassen. Denkt man zumindest. Am Ende des Tages hatte ich wieder über 15.000 Schritte auf der Uhr.

Bevor das soweit war, sind wir aber noch einmal in die Stadt gelaufen, am letzten Abend noch mal etwas essen gehen.

Durch die guten Bewertungen bei TripAdvisor sind wir bei FFs Bar Och Ett Litet Kök. (Wer hat sich bloß diesen Namen ausgedacht?) gelandet.

Gut war’s und am fast letzten Abend mein erstes Fisch & Chips 😃

Direkt daneben steht der alte Wasserturm, der mittlerweile zu Wohnung umgebaut wurde. Da würden wir auch einziehen 😃

Morgen ist dann unser wirklich letzter Tag, die Fahrt nach Trelleborg, wo wir am Freitag um 07:30 mit der Fähre nach Rostock starten. Je nachdem, wie das Wetter wird und wie die Fahrt verläuft, machen wir eventuell noch einen Stopp in Malmö.

Mal sehen 😃

04.07.24 über Malmö nach Trelleborg

Die Vorhersage war schon gestern sehr pessimistisch, Regen ab 10 Uhr. Wir haben also schon vor dem Frühstück das Auto gepackt, war ja nicht viel für 3 Nächte. Eine gute Entscheidung, denn es begann schon um 9 Uhr leicht zu regnen. Zum Glück hatten wir einen überdachten Platz auf der Terrasse und so war uns das erstmal egal.

Während der Fahrt war es dann schon nicht mehr so egal, es hat zum Teil heftig geregnet, Kalmar hat uns also mehr oder weniger rausgeschmissen 😉

Später hat sich dann immer wieder Regen und Sonne abgewechselt.

Nach knapp 4 Stunden hatten wir unser Zwischenziel Malmö erreicht, allerdings wurden wir auch hier von heftigem Regen empfangen.

Ursprünglich war geplant, dass wir am Västra Hamn eine Pizza mit Blick aufs Meer essen, wie wir das schon bei mehreren Besuchen hier gerne getan haben. Das scheiterte aber gleich doppelt: Die Pizzeria V.E.S.P.A gibt es dort nicht mehr und außerdem hat es geregnet.

Also Plan B. Mitten in die Stadt, was schnelles essen und dann hoffen, dass der Regen aufhört.

Zuerst hat es ja nicht danach ausgesehen, aber unsere Geduld hat sich ausgezahlt. Waren wir zuerst noch mit dem Regenschirm unterwegs, hat es doch noch aufgehört und die Sonne kam langsam durch.

Wir konnten also etwas in der Stadt bummeln und bei Lilla Kafferosteriet einen Espresso und Cappuccino trinken. Dieses Mal leider nicht draußen, aber drinnen war es genauso schön.

Ein kleiner Laden, total verwinkelt mit vielen kleinen Räumen, aber total gemütlich.

Und da das Wetter jetzt besser war, konnten wir doch nochmal an unser altes Plätzchen fahren, wenn auch ohne Pizza. Der Blick aufs Meer und die Öresundbrücke war auch so wieder toll.

Ganz nebenbei sieht man von da auch noch ein Wahrzeichen von Malmö, den Turning Torso.

Hier haben wir auch noch unsere letzten Einkäufe erledigt und dann sind wir zu unserer wirklich letzten Station auf schwedischem Boden aufgebrochen. In etwa einer halben Stunde ging es nach Trelleborg, wo wir uns ein Bed & Breakfast direkt am Hafen gebucht hatten.

Dabei wollen wir dieses Thema auch belassen. Es war direkt am Hafen. Punkt.

Trelleborg selbst ist irgendwie mehr Hafen als Stadt, zumindest der Teil, den wir kennengelernt haben. Ich vermute mal, dass sich ohne den Hafen hier niemand her verirren würde.

Brunnen in Trelleborg und im Hintergrund unser B & B.

Die Rückreise

Wir waren heute schon früh wach, vor dem Wecker – und der war für 04:45 h gestellt. 😴

Wo wir auf die Fähre warten, ist auch schon egal, also zusammenpacken und los geht’s.

Kurz nach 5 verließen wir den Parkplatz und 10 Minuten später standen wir am Check-in der Stena-Line in Trelleborg. Früh waren wir (der späteste Check In war um 06:30), aber es waren schon einige vor uns da.

Die Schalter waren noch geschlossen, öffneten aber wirklich sehr bald gegen 05:30 h.

Leider mussten wir dann vor der Auffahrt auf die M/S Skane recht lange warten.

Trotzdem ging alles dann sehr reibungslos und pünktlich um 07:31 legten wir ab. Jetzt lagen 6 Stunden Nichtstun vor uns und auf Deck war es sehr windig und kalt.

Zum Glück hatten wir Ruhesessel gebucht und da wir so früh waren, die Plätze 1 und 2 bekommen. Vorne, am Fenster, viel Beinfreiheit. Top!

Während der 6 Stunden Überfahrt waren wir dann hauptsächlich im Schiff, haben ein wenig die Augen zu gemacht und versucht, etwas zu schlafen. Der Tag würde noch lang werden.

Draußen war es zwar nicht wirklich kalt, aber sehr windig, so dass es nicht so richtig Spaß machte.

Die Hafeneinfahrt in Rostock haben wir uns aber trotzdem von Deck ganz oben angesehen.

Das Anlegen erfolgte noch recht pünktlich um 13:30 h, bis wir dann aber ausfahren konnten, hat es recht lange gedauert und um 13:42 h waren wir wieder auf deutschem Boden.

Auch danach dauerte es noch einige Zeit, bis wir den Hafen verlassen konnten, weil eine Polizeikontrolle alles verzögerte. Kontrolliert wurden aber nur ausgewählte Fahrzeuge, wir konnten direkt passieren.

Bevor wir den Heimweg antreten konnten, musste allerdings noch ein Abstecher zu Karls sein. Unbedingt. 😜

Theoretisch war es auch gar nicht weit, praktisch auch nicht, tatsächlich hat es aber doch viel länger gedauert als geplant, weil auf dem Weg dorthin viel Verkehr mit häufigen Staus war. Egal, wir hatten ja keinen Stress.

Endgültig losgefahren sind wir dann nach dem Tanken kurz vor halb vier und am Anfang lief es nicht wirklich gut. Regen, viel Verkehr und bis nach Hamburg immer wieder stockend.

Danach wurde es ruhiger, wohl weil halb Deutschland vor dem Fernseher sitzt und das EM Viertelfinale Spanien – Deutschland verfolgt.

Wir haben den Schluss bei MCD irgendwo unterwegs am Handy mitbekommen.

Schade, daß es nichts zu feiern gab😞

Bis auf einen kurzen Stau gleich nach der Pause lief es dann ganz gut und um 23 h kamen wir müde zu Hause an.

Noch schnell das Auto ausräumen und dann direkt in die Dusche und ins Bett. Es war ein langer Tag und wir sind beide jetzt platt.

Insgesamt sind wir in den 3 Wochen 3.506 km gefahren, haben 2 Fährüberfahrten hinter uns, in 5 Hotels übernachtet und 12 Tage im Ferienhaus verbracht.

Schön war’s 😄

Im September 2023, vor 9! Monaten haben wir diesen Urlaub gebucht. Was war es damals noch lange hin, eine gefühlte Ewigkeit.

Und jetzt ist es schon vorbei.

Unser Plan ist super aufgegangen. Wir wollten etwas mehr von Schweden kennenlernen, nicht nur die westliche Küste, die wir schon besucht hatten, sondern auch und vor allem die andere Seite des Landes.

Hier stand vor allem die Hauptstadt Stockholm ganz oben auf der Liste, ABBA und das Vasa-Museum, natürlich der Schärengarten. Danach noch Öland im Süden, die Gegend um Kalmar.

Die Mischung aus Road-Trip und Ferienhaus-Urlaub war gut gewählt, Städte sind eher anstrengend und fordern die Beine, legt man doch so einige Kilometer am Tag zurück. Im Ferienhaus, das wirklich einzigartig war, konnten wir dann die nötige Erholung finden.

Wir sind mit vielen neuen Eindrücken zurück gekommen, hatten echt gutes Wetter, haben freundliche Menschen kennengelernt und etwas über die schwedische Lebensweise erfahren. Davon könnten wir Deutsche uns hier und da etwas abschauen, es würde uns sicher nicht schaden.

Die Schären vor der Stockholmer Küste sind eine traumhafte Kulisse, man kann sich gar nicht daran sattsehen. Ich kann mir gut vorstellen, daß wir hier noch einmal herkommen.

Schön war’s 😄

2 Wochen später…

So ganz vorbei war der Urlaub 2024 doch noch nicht. Wir haben ja gewusst, dass noch die Abrechnung der Maut aussteht – und heute ist doch tatsächlich die lange erwartete Abrechnung gekommen.

Sagenhafte 1,73 € werden der Kreditkarte belastet. Das reißt natürlich noch ein richtiges Loch in die Urlaubskasse 🤣

Los geht´s

Das wird ein Vatertag. Aus einer spontanen Idee ist doch tatsächlich Wirklichkeit geworden. Lukas und ich wollen den Vatertag gemeinsam in Brüssel verbringen. Von Bonn aus gesehen, sind das ja auch nur gute zwei Stunden. Gut, ich bin ja nun mal nicht in Bonn, aber das sind ja auch nur 2 Stunden.

Ich starte also kurz nach 8 – noch mit geschlossenem Dach – auf die A3 Richtung Bonn Castell.

Unser Cabrio

Wenn alles nach Plan läuft, sind wir heute Nachmittag schon im Motel One in der Rue Royale in Brüssel. Und dass es gut läuft, steht ja wohl gar nicht zur Diskussion.

Bis Bonn passt schon mal alles perfekt. Ziemlich genau 2 Stunden brauche ich, der Sechszylinder freut sich, dass er mal wieder etwas zu tun bekommt…

 

Go West!

Nun erstmal alles ausladen, was nur mit nach Bonn sollte: Frische Wäsche (auf dem Rückweg muss ja wieder Platz für die getragenen Sachen sein!), allerlei Kleinkram und vor allem zwei nagelneue Feldbetten. Da jetzt schon die zweite Luftmatratze nach kurzer Zeit den Geist aufgegeben hat, probieren wir es jetzt mal so.

Und dann kann es los gehen, auf zur zweiten Etappe. Die erste Überraschung erleben wir an der Grenze zu Belgien: Null Kontrollen, die Grenze ist eigentlich gar nicht existent. Man merkt es nur durch das Aussehen der Autobahn. Schon irgendwie französisch. Breite Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen und alle 50 Meter eine Laterne. Und dann sind wir noch einmal überrascht: Die Autobahn geht teilweise kilometerlang schnur geradeaus! Das kenne ich so in Deutschland nicht. Auch die 120 Stundenkilometer sind für uns kein Problem, wir sind ja schließlich im Urlaub und außerdem mit dem Cabrio unterwegs.

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Rastplatz-3

 

 

 

 

 

 

 

Und nun geht auch das Dach auf! Es ist noch etwas frisch, aber mit einem Schal um den Hals passt das schon. Nach der kurzen Pause auf einem ebenfalls riesigen Rastplatz starten wir gestärkt in die europäische Hauptstadt. Irgendwann gegen 13:30 h steht der Audi sicher in einer hermetisch abgeriegelten Tiefgarage und wir checken im Motel One in der Rue Royal ein.

Es sollte sich zeigen, dass das Hotel sehr gut gewählt war, weil wir das Stadtzentrum ganz locker in wenigen MinutRastplatz-1en zu Fuß erreichen konnten. Also ab in die Stadt!

 

Brüssel – Tag 1

Kurz eingecheckt, die Koffer abgestellt (Männer packen sie ja bekanntlich nicht aus!) und schon sind wir bereit für die Stadt.

Es sind echt nur ein paar Minuten zu Fuß und wir sind mitten drin. Wir wussten nicht genau, was uns dort für eine Stimmung erwarten würde, nur wenige Wochen nach den fürchterlichen Anschlägen. Aber das muss man den Belgiern lassen. Sie haben das Ganze wirklich gut überwunden. Wenn da nicht immer wieder schwer bewaffnete Militärs und Polizisten wären, könnte man meinen, es wäre nichts passiert. Ach ja, und da Meer von Blumen und Kerzen in der Innenstadt macht doch sehr nachdenklich.

Bruessel-2016_05-15Das sind aber auch die einzigen Anzeichen, die an diese schlimme Geschichte erinnern. Die Menschen haben ihre Leichtigkeit und Fröhlichkeit nicht verloren – und das ist gut so. Überall herrscht eine gute Stimmung, Menschen singen und tanzen auf der Strasse. Wir haben wirklich viele nette, fröhliche, junge Leute erlebt, eine wirklich fröhliche Stimmung.

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Die Stadt ist eine wunderbare Mischung aus tollen alten Gebäuden und dazwischen immer wieder moderne Architektur. In Brüssel ist es aber gelungen, diese beiden Elemente in den meisten Fällen wunderbar zu verbinden.

Und dann ist da immer dieses irgendwie „französische“ Flair. Das kann wohl an der Sprache liegen, sicher aber auch an der Art zu leben. Was aber definitiv anders ist, ist die Offenheit Menschen gegenüber, die nicht Französisch sprechen. Wir sind mit unserem Englisch wunderbar durchgekommen, und das ist in Frankreich nicht unbedingt auch so.

Bruessel-2016_05-5Da wir im Urlaub gerne auch die kulinarische Seite unserer Gastgeber kennenlernen, sind wir auch in dieser Beziehung jenseits von Wiener Schnitzel und Pizza unterwegs.

 

 

 

 

 

Mittags finden wir ein kleines Lokal, das mit Fish & Chips lockt – und das probieren wir dann einfach mal aus.

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Gute Idee! Fish auf Äthiopische Art. Gut gewürzt und richtig lecker. Dazu noch zwei Biere, von denen wir noch nie etwas gehört haben. Aber auch dafür ist Belgien ja bekannt!

Den ersten Tag lassen wir mit einem dunklen Leffe im Hotel ausklingen und dann fallen wir müde ins Bett.

 

Brüssel – Tag 2

Auf das Frühstück im Hotel haben wir verzichtet, weil wir es vorziehen, lieber in der Stadt ein typisches Frühstück zu genießen. In ein paar Minuten sind wir mitten drin und finden auch einen kleinen Laden, der einladend aussieht.

Bruessel-2016_05-102Genau so haben wir es uns vorgestellt. Kaffee, Croissant. Eben typisch Französisch. Wir sind also doch ein bisschen in Frankreich?

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Danach schlendern wir einfach durch die Stadt, entscheiden einfach an jeder Ecke, wo es schöner sein könnte. Genau so muss es sein. Kein Programm, dem man hinterher hetzt. Einfach sehen, wohin es uns führt. Der reine Zufall bringt uns auch zur vielbestaunten Sehenswürdigkeit: Dem Manneken Pis. Ist aber nicht wirklich eine Sensation, also gleich wieder weiter. Wir gönnen uns ein kleines Bier in der Sonne und zum Mittag suchen wir wieder das Bia Mara. Das mit Fish & Chips von gestern. Heute probieren wir den Fisch auf klassische Art und a la Jamaika. Dazu natürlich wieder zwei andere, und ebenso unbekannte Biere.

Dann bummeln wir weiter durch die Innenstadt und nachdem unsere Füße immer platter werden, beschließen wir, eine Pause im Hotel einzulegen. Im Garten finden wir eine freie Lounge und genießen es, einfach mal ein wenig zu sitzen.

Den Abend wollen wir aber nicht im Hotel sitzend verbringen. Und da hat Lukas die Idee: Er fragt in den sozialen Netzwerken, was man denn in Brüssel so machen könnte. Und von einem wildfremdem Menschen bekommen wir den ultimativen Tipp: Lauft doch etwa 20 Minuten zum Justizpalast. Dort gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man den Sonnenuntergang über Brüssel beobachten kann.

Also los geht´s: Unterwegs kommen wir noch am weltgrößten Food Truck Festival vorbei, das wir uns aber für den Rückweg aufheben. Die Aussicht, die wir kurz danach erleben, ist wirklich der Hammer: Man kann wirklich über ganz Brüssel sehen und die Sonne geht wie im Film genau in der Mitte unter. (Klicken öffnet das Panorama, danach kann noch einmal gezoomt werden!)

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Das war schon mal super – und nun, auf dem Rückweg sind wir gespannt auf das Festival. Das übertrifft unsere Erwartungen um ein Vielfaches! Wir schätzen, dass dort etwa 100 Trucks aller Größen stehen und sie bieten so ziemlich alles an, was man essen und trinken kann. Wir beschränken uns auf das, was man nicht an jeder Ecke bekommt: Croissant mit Lobster, frittierte Oliven, italienische Teigtasche mit Mortadella und Pulled Pork. Man könnte tatsächlich unendlich weiteressen. Und was in diesem Park los ist! Hunderte (tausende?) Menschen, fröhliche Stimmung und trotz der Enge keine Hektik, kein Gedränge. Viele Menschen auf engem Raum und doch geht alles irgendwie entspannt zu. Klasse!

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Zurück im Hotel lassen wir den Abend mit einem Leffe ausklingen. Bis dahin war das ein wunderbarer Besuch in Brüssel. Und das sollte auch bei der Rückfahrt so bleiben.

Gebucht!

Die Flüge haben wir ja schon im Dezember gebucht, weil es bei Emirates richtig gute Preise gegeben hat und die Flugzeiten relativ kurz waren.

Nun haben wir uns noch einmal auf der CMT in Stuttgart einige Informationen über Mietwagen und Inlandsflüge geholt. Interessant war auch der Vortrag über Queensland und die 111 Tipps für Australien. Wir haben das zwar schon im letzten Jahr gehört, aber jetzt, mit den konkreten Plänen, ist es doch noch einmal gut zu hören.

Die Beratung bei mehreren namhaften Australien Spezialisten war auch gut, aber was danach kam, war schon etwas ernüchternd. Einer war mit seinem Angebot super schnell, es kam schon am Sonntag Abend, nachdem wir am Samstag früh den Stand besucht haben.

Die beiden anderen haben uns schon angekündigt, dass es ein paar Tage dauern kann, aber die erste Reaktion kam nach einer Woche – und das war eine Mail, dass es noch mindestens eine Woche dauern kann mit dem Angebot. Von einem weiteren Anbieter kam das Angebot dann auch etwa 2 Wochen später.

Was die beiden Angebote gemeinsam hatten: Sie waren deutlich teurer, als die gleichen Leistungen im Internet! Das ist für mich auch kein Problem, wenn dahinter eine Leistung steckt, aber das war nun mal nicht so. 08/15 Angebote mit Mietwagen verschiedener Klassen, ein Inlandsflug und ein Hotel in Sydney. Das wars. Wir haben also selbst recherchiert und zufällig sogar den gleichen Inlandsflug gebucht – schon bevor wir das Angebot vorliegen hatten. Nur eben 30 % günstiger! Ähnlich war es beim Wohnmobil und beim Hotel.

Ich hatte so den Eindruck, dass wir nicht mehr so interessant waren, als wir erzählten, dass wir unsere Flüge schon gebucht haben. Ab da war die Begeisterung nicht mehr so groß.

Januar 2016

Noch mehr als 9 Monate! Und trotzdem bekomme ich schon etwas Reisefieber. Es ist ja auch wirklich kein normaler Urlaub, eher schon was ganz Besonderes. Gut, es gibt sicher Leute, für die sowas an der Tagesordnung ist und die mich jetzt belächeln. Sollen Sie ruhig, für mich ist es der Hammer.
(Auch der Rest der Familie ist schon genervt. Da werden sie aber durch müssen)
Und so fange ich an, mich mit dem Land und den Leuten zu beschäftigen, surfe, lese und stelle mir vor, wie es denn werden wird.
2 tolle Bücher zur Reisevorbereitung haben wir gefunden, die ich schon jetzt empfehlen kann:
„Australien – der Osten“ von Armin Tima und „Nationalparkroute Australien Ostküste“ von Bianca de Loryn. Beide sind ganz aktuell (2015) und bieten jede Menge Informationen über Land und Leute, über nötige und ratsame Vorbereitungen und beschreiben nicht nur die touristischen Highlights. (Die werden aber selbstverständlich auch sehr gut vorgestellt).

Und dann überlege ich natürlich schon jetzt, was denn an Technik unbedingt mit muss. Klar, die DSLR ist dabei, aber wie viele Objektive und dann natürlich welche? Stativ – klar! Ich habe ja ein extra kleines und leichtes Reisestativ, aber viele kleine und leichte Dinge werden irgendwann auch mal groß und schwer.
Da ich natürlich unbedingt am Great Barrier Reef schnorcheln will, muss(!!) eine Unterwasserkamera her. Also schon mal gesucht und nach kurzer Zeit entnervt aufgegeben. HD, Full HD, 4K, 60 fps, 120 fps? Und dann natürlich der Hersteller? Go Pro ist der Platzhirsch, aber zu teuer. Dann gibt es massig Alternativen, die ich alle noch nie gehört habe und die auf den ersten Blick fast genau so aussehen und ähnlich ausgestattet sind. Sie sind deutlich günstiger, aber ob die was taugen? Ich kann Euch sagen, da muss man studiert haben – oder man kauft das Original und versenkt sein Geld für einen Markennamen!
Letzte Woche habe ich auch meinen alten GPS Logger wieder ausgegraben und ausprobiert! Funktioniert hervorragend und ist somit gebucht und abgehakt. Das wäre schon mal erledigt und wir können eine wunderbare Routenaufzeichnung machen und die Bilder taggen.
Das Netbook zickt auch etwas rum, aber ich habe keine Lust, noch ein neues Notebook zu kaufen, aber mein Lenovo ist mal mindestens zwei Nummern zu groß und darf sicher nicht mit. Also muss ich da nochmal etwas fummeln, alles runter, was nicht unbedingt gebraucht wird. Hat auch schon etwas gebracht. Das könnte auch was werden…

Na Ja, hat was gebracht, aber aus einem Ackergaul wird un mal kein Rennpferd. Also  muss doch was Neues her. Bei Ebay habe ich ein gebrauchtes Notebook von Dell gefunden. Genau das ist es: 13,3, Zoll, ordentlich Power und vor allem mit Metallgehäuse und richtig stabil. Es kam auch schon nach 2 Tagen an und ich bin begeistert. Top Zustand und wirklich nur minimale Gebrauchsspuren. Wieder was erledigt.

Australien – wir kommen!

Nun ist es fix! Seit Dezember 2013 haben wir es uns vorgenommen und jetzt tatsächlich fest gemacht.

Die Flüge sind gebucht. Es geht für 4 Wochen mit Emirates von Frankfurt über Dubai nach Brisbane, wo wir die ersten Tage verbringen werden.

 

Danach starten wir unsere etwa 2.000 km lange Tour nach Cairns. Je nachdem, wie lange wir dafür brauchen, werden wir auch dort ein paar Tage bleiben und dann nach Sydney weiter fliegen. Hier soll unser Traumurlaub ausklingen, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

(Und wenn es ganz perfekt läuft, ist vielleicht auch noch ein Abstecher zum Uluru drin?)

Auf in die Berge!

Wie geplant starten wir um 2:50 Uhr, fahrzeugbedingt mit leichtem Gepäck in unser erstes Cabrio-Wochenende.

Seit drei Jahren geplant und jetzt endlich geht es los. Also nicht, dass wir das jetzt drei Jahre geplant hätten, nein schon drei Jahre wollten wir das mal machen, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Jetzt ging es ganz schnell. Vor 3 Wochen Hotel gebucht, gestern Scheiben geputzt und vollgetankt. Das war`s schon mit den Vorbereitungen.

Irgendwie ist es aber schon auch ein kleines Abenteuer. Du fährst mit einem Auto, das über 100.000 km auf dem Tacho hat, als Cabrio naturgemäß etwas klappert und pfeift, ohne Navi und auch sonst spartanisch. Erinnert mich schon etwas an früher, als Du immer hoffen musstest, dass die Kiste die paar Tage durchhält. Ist aber auch mal wieder schön.

Was soll ich sagen, man kann auch mit 130 km/h auf der Autobahn fahren, die Windgeräusche gehören irgendwann zum Standard und das Ganze ist sogar noch irgendwie angenehm. Echt! Entschleunigung nennt man das und es kann richtig gut tun. Die Fahrt bis Nesselwang auf der A3/A7 ist noch die Pflichtübung.
Dann runter von der Autobahn, in Nesselwang zum Bäcker, den wir nach Jahren sofort wieder finden und weiter nach Österreich. Heute fahren wir aber nicht die kurze Route über den Fernpass, sondern die schöne über das Hahntennjoch. Fliess 2015-9

Frühstück auf dem Hahntennjoch
Morgens um 8 auf dem Hahntennjoch

Kurz vorher endlich das Dach auf. Zugegeben, es ist noch nicht wirklich richtig heiß, aber mit Jacke und Mütze auch nicht zu kalt. Begeistert geht es hinauf auf fast 1.900 m Seehöhe. Den ersten Härtetest hat unser Cabrio bestanden. Und wir frühstücken im Sonnenschein auf dem Verdeckkasten. Frikadellen von Lukas mit hartgekochten Eiern und den Brötchen aus Nesselwang. So, wie früher und unbezahlbar!!!!!!!!

Weiter geht’s nach Imst und über Zams und Landeck nach Fließ ins Hotel Alpenblick. Da wir schon so früh angekommen sind, haben wir noch genügend Zeit, schon mal einen Vorab-Einkaufsbummel beim Grissemann, Lidl und M-Preis zu machen. Wir haben ja schließlich auch unsere Pflichten zu erfüllen.
Im Hotel sind wir schon um 13:00 Uhr, eigentlich viel zu früh und es hängt auch ein Schild an der Türe, dass wir erst um 16:00 Uhr einchecken können. Mist.
Aber manchmal können neugierige Nachbarinnen auch Vorteile haben. Genau die ruft nämlich unsere Vermieterin an, die auch direkt kommt und uns aufnimmt. Prima und Danke.

Angekommen

Das Auto ist ausgeladen, das Zimmer bezogen und bis zum Abendessen ist noch viieeel Zeit. Was also tun?

Nach der kurzen Nacht ist die Verlockung schon da, es mal mit einem Mittagsschläfchen zu versuchen. Dann siegt aber doch die Lust, etwas zu unternehmen.

Im Hotel haben wir einen Flyer vom Zamser Wasserfall, dem „Zammer Lochputz“ mitgenommen. Den Wasserfall haben wir zwar schon vor 30 Jahren gesehen und es wird sich wahrscheinlich nicht viel geändert haben. Aber es liegt vor der Haustüre und im Prospekt sieht es schon etwas anders aus.
Also wieder das Dach auf und ab nach Zams.Fliess 2015-52

Und wFliess 2015-31ie anders! Mittlerweile ist aus dem biederen Wasserfall in einer düsteren Schlucht eine kleine Touristenattraktion geworden. Der Teil, den ich von früher kenne, ist eigentlich nur das untere Ende der gesamten Anlage. Jetzt kann man auf extra angelegten Wegen aus Gitterrosten bis ganz nach oben steigen (etwa 300 Stufen) und dann auch den oberen Teil besichtigen. Wirklich interessant und hat auch einen sportlichen Aspekt. Dort oben fühle ich mich irgendwie in einen Western versetzt, fehlen nur noch die Goldgräber, die gegen die Indianer kämpfen.
Zurück geht es dann durch einen Stollen (Spiegeltunnel) und auf einem kleinen Pfad abwärts. Unterwegs gibt es noch eine Multimediashow in einem alten Turm, die die Sage vom Zammer Lochputz erläutert. Insgesamt sind wir etwa 1 ½ Stunden unterwegs, die nie langweilig wurden. Wenn überhaupt, dann anstrengend, weil wir halt schon seit 3 Uhr unterwegs sind. Aber das war ein wirklich gelungener Einstieg in das Wochenende.

Am Abend werden wir noch mit einem leckeren Essen verwöhnt und „müssen“ 2 Schnäpse von einem kleinen Brenner aus Stanz probieren. Sensationell ist der Haselnussbrand, der den vom Dirker noch locker schlägt. Schon jetzt steht fest: Davon geht eine Flasche mit nach Haibach. Doch das sollte ganz anders kommen.

Samnaun

Samnaun mit dem Cabrio – und das auch noch offen! Es ist einfach unglaublich, wie es ist, mit offenem Verdeck nach Samnaun hoch zu fahren.

In Fließ war das Verdeck noch zu feucht von der Nacht und deshalb sind wir erst mal geschlossen losgefahren. Aber an der Abzweigung nach Samnaun musste es sein:

Jacken an und Dach auf! Geil! Es ist nicht zu beschreiben. Auf einmal sind Dinge wie Geschwindigkeit so was von unwichtig. Versuchst Du sonst, auf den Geraden richtig zu beschleunigen und auch aus den Kurven heraus Gas zu geben, ist Dir das jetzt vollkommen egal. Es geht gemütlich den Berg hinauf, die Wolken über Dir und wenn hinten ein Verrückter kommt (also so einer, wie ich mit dem normalen Auto !) dann rechts geblinkt, kurz angehalten und dann wieder in aller Ruhe weiter.

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Irgendwie hat die ganze Fahrerei etwas Eigenartiges. Ich weiß nicht, wie ich sagen soll, fast poetisches an sich.
Man wird wieder etwas „genullt“, ohne den ganzen technischen Schnickschnack an Bord. Es ist schon fast eine Art Demut, die da über mich kommt. Und dann stellst du fest, dass Du das alles eigentlich gar nicht brauchst, dass Du Dich von Dingen abhängig machst, oder das zumindest denkst, auf die Du ganz locker verzichten kannst. Dieses besondere Gefühl ging mir während der ganzen Tage nicht mehr aus dem Kopf.

Auf einmal verstehst Du wieder, dass es Autos gibt, die vielleicht einfach nicht schneller können. Oder dass es den Fahrern einfach gerade jetzt nicht wichtig ist. Seltsames Gefühl, tut aber auch mal gut, darüber nachzudenken.

Gut genug philosophiert. Samnaun. Früher sind wir da hinauf gefahren, um günstig Alkohol und Zigaretten zu kaufen. Zucker (warum eigentlich?) war auch billig und natürlich der Sprit. Das ist auch heute noch so, aber nicht mehr so extrem, auch, weil der Franken so stark geworden ist. Aber 96 Cent für einen Liter Super ist doch super – oder?

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Ansonsten, na ja, die Preise sind nicht mehr wirklich günstiger, als bei uns, wenn man mal ein wenig auf die Angebote achtet. Und die typischen schweizer Produkte sind gefühlt teurer als in Deutschland.

Heute sind wir das Ganze aber mal anders angegangen.
Beim Hochfahren schon mal in die Käserei und den teuersten Bergkäse ever gekauft, dazu zwei Vintschgerl für schlappe 1,80 sfr und zwei Äpfel. Insgesamt sind wir knapp unter 14 EUR raus gekommen, was für ein kleines Mittagsvesper in der Schweiz anscheinend normal ist. (Wieso macht hier überhaupt noch jemand Urlaub???)

Egal, was willst Du machen? Dann haben wir uns mal die ganze Aktion mit den Seilbahnen in Samnaun/Ischgl angesehen und nach einer gefühlten halben Stunde verzweifelt den Mann hinter dem Schalter um Hilfe gebeten. Es gibt dort mehrere Lifte, entsprechende Pakete, Einzelfahrscheine, ein Schmugglerticket. Rückfahrten sind bei den Sesselliften kostenlos, einer der Lifte kostet eh nichts (in der Schweiz!!!). Wir haben dann eine Berg- und Talfahrt mit der Doppelkabinenbahn (2 Stockwerke übereinander) und eine Bergfahrt mit einem Sessellift (der mit der kostenlosen Talfahrt) gelöst. Wieder schlappe 35 sfr. pro Person! Aber wann bist Du schon mal hier? Ich glaube, genau so denken auch die Schweizer Bergbahnbetreiber.

Seilbahn-Samnaun

Also rein in die Doppelstöckige und rauf auf den ersten Berg, dann gleich mit der kostenlosen etwas runter und sofort die Bergfahrt nach oben. Und schon sind wir auf über 2.700 m Seehöhe, strahlende Sonne, wenige Leute und ein riesen Panorama. Jetzt weiß ich, warum die Schweizer dafür 35 Franken nehmen. Weil es das wert ist! Dieses Panorama bei dem Wetter ist einfach der Hammer!! Aber man kann auch sehr gut sehen, was der Massentourismus in den Bergen anrichtet. Unzählige Lifte wohin man blickt und auf dem „Gipfel“ ist kein Grashalm mehr zu sehen. Geht man aber nur ein paar 100 Meter von der Seilbahn weg, ist die Welt wieder in Ordnung – zumindest auf den ersten Blick.

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Nach ein paar Minuten machen wir uns dann an den Abstieg, denn wir lassen das kostenlose Talfahrtticket verfallen und laufen die ca. 400 Höhenmeter bis zur Bergstation der Seilbahn. Und das ist eine gute Entscheidung. Es geht hauptsächlich abwärts, mal steiler, mal weniger, aber immer auf schönen, kleinen Bergpfaden. Es stören nur die verrückten Mountainbiker, die meinen, es würde Spaß machen, auf diesen Trampelpfaden nach unten zu fahren. Wenn Du dann siehst, dass sie an jeder Kehre das Fahrrad um die Ecke tragen, um dann wieder 15 Meter zu fahren… Spaß sieht anders aus, aber egal, ich muss es ja nicht machen.

Irgendwo unterwegs suchen wir uns dann ein windgeschütztes Plätzchen zur Mittagspause: Bergkäse (der aus der Käserei für 8 Franken) Vintschgerl, (ja, auch die von dort) und die Äpfelchen, dazu eine spottbillige, aber dennoch gute Wurst vom M-Preis und eine Flasche Wasser. Das Alles ergibt ein sensationelles Mittagessen. Sensationell deshalb, weil dazu noch die Berge kommen, die unbezahlbare Rundumsicht auf geschätzten 2500 m Höhe.

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Beim Klick öffnet sich das Panorama und kann komplett gescrollt werden. Achtung! Neidgefahr!


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Nach dem Abstieg gönnen wir uns noch ein Bier auf der Sonnenterrasse der Bergstation und auch das ist atemberaubend. Da sitzt Du direkt über dem Abgrund, als Geländer eine Glasscheibe und blickst hinunter auf das etwa  500 Meter tiefer liegende Tal. Hammer!

Kurz vor der Bergstation dann noch eine kleine Seltenheit: Ein echtes Edelweiß!

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Wieder unten folgt dann der Samnaun-Standard. Einkaufen, Tanken und ab. Jetzt wieder das Dach auf und gemütlich zurück nach Fließ. Es ist so warm, dass wir noch nicht einmal die dicke Jacke brauchen, einfach geiles Cabrio-Wetter. Am Nachmittag versuchen wir noch, beim Giggus in Stanz (www.giggus.at) den sensationellen Schnaps zu kaufen, den wir am Abend vorher probieren durften. Gefunden haben wir es (JA, ganz old school, ohne Navi, nur mit Prospekt und offenen Augen), aber leider war niemand zu Hause. Müssen wir am Montag wohl noch mal hin.

Am Abend sitzen wir nach dem leckeren Essen noch lange mit unserer Gastgeberin zusammen und erzählen über Gott und die Welt. Dabei erfahren wir auch das Familienrezept für den Tannenzapfenlikör. Damit ist auch schon sicher, was wir morgen, auf dem Abstieg vom Venet, mitnehmen müssen. Passt irgendwie zu dem ganzen Tag. Besonders würde ich sagen – und das ist ein riesengroßes Kompliment!

Auf dem Venet

Und wieder ist der Himmel strahlend blau und es ist nicht ein Wölkchen zu sehen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Zams und erwischen gerade noch die Bahn um halb Zehn. Der junge Mann nach uns kommt schon nicht mehr rein – Voll!
Glück gehabt und eine halbe Stunde Warten gespart. Oben sind wir erst einmal etwas enttäuscht. Der Blick ins Tal nach Landeck und Zams ist traumhaft schön, sonnig und klar. Auf der anderen Seite des Berges ziehen dicke Wolken hoch und es ist arschkalt! Echt jetzt, Jacke an, Kragen hoch, Mütze auf. Die 360 Grad Aussichtsplattform ist leer, wir sind wirklich alleine. Ist aber auch kein 20150823_094933Wunder. Es ist kalt und ein heftiger Wind macht es noch ungemütlicher. 20150823_094747

 

 

 

 

 

20150823_094923So starten wir in Richtung Glanderspitze, immerhin über 2.700 m hoch und 400 Höhenmeter über der Bergstation. Schon nach wenigen Minuten nimmt der Wind fast noch zu, wird so stark, dass es mir immer wieder den Wanderstock zur Seite drückt.

Schon nach ein paar Metern in Richtung Gipfel wird es uns zu viel. Das macht echt keinen Spaß und wir würden den ganzen Weg bis zum Gipfel in diesem kalten, heftigen Wind laufen. Also Planänderung.

Nun doch direkt zur Goglesalm, die wir ursprünglich über den Gipfel erreichen wollten. Die Wanderung dorthin ist wunderschön, sanft abfFliess 2015-44allend und immer auf einem herrlichen Naturpfad. Die Wolken haben sich jetzt wieder verzogen, der Blick ins Tal wird nicht mehr gestört. Unterwegs pflücken wir gleich die ersten Tannenzapfen für unseren Likör. Überall wachsen Heidelbeeren, Preisselbeeren und Silberdisteln.

 

 

Um halb 12 erreichen wir die Goglesalm. Super gelegen mit Blick in drei Täler und es ist schon richtig was los.
Heute ist Almsummit, eine Veranstaltung rund um den Venet, an der alle Almen geöffnet haben und Ihre Besucher mit tiroler Köstlichkeiten und Livemusik verwöhnen.
Ein Radler und ein alkoholfreies Weizen müssen sein und ebenfalls die Speckknödelsuppe. Welt – mit Blick auf die umliegenden Berge! Vorspeise gelungen. Hauptspeise wird Tiroler Gröstl und der unvermeidliche Kaiserschmarrn. Auch die beiden überzeugen uns komplett.

20150823_154639Leider ziehen aber jetzt Wolken auf und wir haben ja noch den Abstieg vor uns. Um halb 2 machen wir uns auf den Weg. Einer der schönsten Wege, die ich je gegangen bin. Manchmal hat es den Anschein von einem Zauberwald. Uralte Bäume, verfallene Mauern, immer mal wieder Tiergatter. Superschön und angenehm zu gehen.

Weiter unten wird es dann etwas steiler und steiniger, was etwas anstrengender ist. Egal, auch das kriegen wir hin. Das letzte Stück hätte dann aber nicht auf einem Forstweg sein müssen. Vielleicht sind wir aber auch nur irgendwo falsch abgebogen?
Kurz nach drei erreichen wir die anvisierte Bushaltestelle. Die Freude ist allerdings etwas getrübt: Der nächste Bus geht um 16:18 h. Mehr als eine Stunde hier an der Straße warten?? Darauf haben wir echt keine Lust.

Also den Berg hinauf zum Naturparkhaus Kaunergrat.  Dort ist wenigstens etwas los und wir können uns die Wartezeit besser vertreiben. Es dauert nur etwa 15 Minuten und wir sind oben. Es hat sich auch wirklich gelohnt. Eine Aussichtsplattform ragt über den Abgrund und wir wagen uns sogar bis ganz nach vorne.

Hier vergeht die Stunde dann doch recht schnell und wir steigen in den Bus, der uns zurück nach Zams, zur Talstation der Venetbahn bringen wird. Auch das ist wieder ein Erlebnis. Der Bus schlängelt sich durch die Serpentinen und durch schmale Dorfsträßchen, das ist kaum zu glauben. Trotzdem kommen wir gut in Zams an und sind etwas müde, aber voller toller Eindrücke zurück im Hotel.

Auch heute gibt es wieder ein frisch zubereitetes, leckeres Abendessen und die obligatorischen Schnäpschen…

Der letzte Tag – Rückfahrt

Irgendwann ist es halt mal vorbei – und bei 4 Tagen auch noch recht schnell!

So packen wir nach dem Frühstück unser Auto und machen uns auf den Weg. Natürlich nicht, ohne vorher noch den oberleckeren Haselnussbrand beim Giggus zu holen. Und da schwächelt das Ganze gewaltig. Es ist jemand da, wir tragen höflich unseren Wunsch nach einem Haselnussbrand vor und bekommen als Antwort: „So etwas haben wir nicht!“. Nein, nochmal, vielleicht war die Sprachbarriere zu hoch. Und wieder: „Den haben wir nicht!“ Hallo! Wir sind doch hier beim Giggus – oder? Ja genau, aber Haselnussbrand haben wir nicht. Enttäuschung auf der ganzen Linie, ach was Enttäuschung – Verzweiflung! Aber den Zirbenschnaps, der war ja auch ganz lecker, den haben Sie? Ja, natürlich! Also dann wenigstens den. Besser als nichts. Ist ja nicht gerade ein Schnäppchen, aber dafür besonders lecker. Na ja, um das Ganze abzukürzen, als wir ihn zuhause probiert haben, die nächste Enttäuschung! Ganz und gar nichts das, was wir erwartet hatten. Irgendwie muss die Information mit dem Giggus mal total falsch gewesen sein.

Aber das wissen wir ja noch nicht. Wir erledigen nun unsere obligatorischen Österreich-Einkäufe mit Extrawurst, teilsames Geselchtses (was ein Name!) und noch ein paar anderen Köstlichkeiten und machen uns auf den Rückweg.

Die Sonne strahlt immer noch und wir vergessen deshalb sogar das Giggus-Desaster. Wieder über Imst und das Hahntennjoch geht es durchweg mit offenem Verdeck bis nach Pfronten, wo wir – auch schon traditionell – im Gasthof Adler Pause machen. Zum Abschluß soll es nochmal ein deftiges Essen sein, aber so wirklich überzeugt sind wir nicht. Das war definitiv schon besser und hatte so ein wenig den Kantinencharakter.

Immer noch offen geht es nun Richtung Autobahn, wo wir den nächsten Parkplatz ansteuern und das Dach schließen wollen. Auf der Autobahn ist Cabrio fahren ja wohl nicht schön. Von wegen! Es ist so warm, dass wir das mit dem Zumachen schön bleiben lassen. Bis Würzburg sind wir oben ohne unterwegs und auch das war super. Dort ziehen allerdings so seltsame Wolken auf und da wir ja zum Schließen des Verdecks stehen bleiben müssen. machen wir das mal sicherheitshalber auf einem Parkplatz. Und das war eine gute, sogar sehr gute Entscheidung! Es dauert keine 5 Minuten und es regnet in Strömen – bis nach Hause hört es nicht mehr auf!

Das kann uns aber jetzt überhaupt nicht mehr die gute Laune verderben. Das ganze Wochenende war superschön und eines ist sicher: Nächstes Jahr gibt es die Cabriotour 2.0

Lund auf Wikipedia

Lund [lɵnd] ist eine Stadt in der südschwedischen Provinz Skåne län und der historischen Provinz Schonen. Die sogenannte „Studentenstadt“ (mehr als ein Drittel der Einwohner sind Studenten) ist die elftgrößte Stadt Schwedens und, nach Malmö und Helsingborg, die drittgrößte Stadt Schonens. Sie ist geprägt von zahlreichen Cafés, Parks und alten Backstein-Fassaden. Die Universitätsstadt gilt als kulturelles Zentrum des Südens und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Sie gilt als die am schnellsten wachsende Stadt Schwedens.
Quelle: Lund – Wikipedia

Lund – eine Studentenstadt in Südschweden

Malmö hat uns im letzten Jahr fasziniert. Davor waren wir auch schon von Göteborg und der Westküste begeistert. Nun gab es das Angebot noch einmal und jetzt geht es nach Lund.

Gut, bis dahin hatte ich von Lund noch nichts gehört, aber man ist ja wissbegierig und kennt Wikipedia. Also: Lund ist eine Studentenstadt und noch dazu die am schnellsten wachsende in Schweden.  Dazu ist es nicht allzu weit von Malmö entfernt, also ab gehts!

Los geht’s.

6 Stunden sind eine lange Zeit und ob es da im hohen Norden auch was zu essen gibt? Na, sicher ist sicher. Also noch schnell ab zum Lidl und genügend Reiseproviant gekauft. Dazu noch ein paar Flaschen Wasser. Könnte ja sein, dass es in ganz Norddeutschland mit den angrenzenden skandinavischen Ländern nichts mehr zu trinken gibt! Also 6 Flaschen mitnehmen (wahrscheinlich bringen wir die eh wieder mit zurück) und jetzt sind wir wirklich startklar.

Stau bei Kassel

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Jetzt hat es uns also doch noch erwischt. Die ganze Zeit haben wir uns noch gewundert, dass die Autobahn so frei ist, aber Kassel wäre nicht Kassel, wenn es nicht wenigstens dort stauen würde. Kleiner Unfall mit großer Wirkung. Wir haben aber noch Glück und sind ausnahmsweise mal auf der Spur, die am besten läuft. Dürfte uns 20 Minuten gekostet

Große Pause

Unschwer zu erkennen: Unser guter alter Picknickkoffer aus den Achtzigern! Man sieht es an den Farben, oder? (Zum Glück ist das Gänsedekor der Tassen nicht zu sehen) Den haben wir bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr benutzt, die Gummibänder sind etwas ausgeleiert, aber sonst hat er sich gut gehalten. Respekt! Die Dinger gab es damals noch nicht so richtig oft und so habe ich ihn selbst gebaut.
Heute leistet er uns gute Dienste beim Mittags-Picknick in Sarstedt, da wir doch nicht bis Soltau warten wollten. Dann gibt es noch ein Novum: Wir haben seit Jahren mal wieder hartgekochte Eier dabei, weil die weg mussten. Die hartgekochten Eier sind auf der Urlaubsreise das, was der Tomatensaft im Flugzeug ist. Aber diesmal haben wir sie sogar gegessen. In der Vergangenheit war dies nicht immer so. Wogegen die Frikadellen, die uns Lukas noch gegrillt hat, nicht nur diesmal verputzt wurden. Davon ist noch nie auch nur ein Krümel schlecht geworden. Das hat er echt drauf.

Zwischenstopp im Outlet Soltau

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Schon im letzten Jahr hatten wir hier einen Stopp eingelegt. Wertheim Village lässt grüßen, aber dann wieder doch nicht. Hier ist es irgendwie interessanter, obwohl es zum Teil die gleichen Läden sind. Bei Asics hätte ich 5 Paar Schuhe gefunden, die echt reduziert waren. Gekauft habe ich mir aber neue Walkingschuhe. (Heute dazugelernt: Mit Dämpfung, ist echt der Hammer) Letzte Woche in Wertheim Fehlanzeige! Genauso bei Fossil. Hier gab es wirklich gute Angebote und eine tolle Uhr. Und einen Starbucks gibt es auch. Einen Espresso und einen Frappè (irgendein unaussprechlicher Name, der verdammt französisch klingt und das Ding wahrscheinlich so teuer macht!) Das mit dem Preis kann aber auch daher kommen, dass die erste Lady hinter der Theke fragt, was wir denn gerne hätten und den Namen auf die Becher schreibt. Dann gibt sie die gerade gewonnen Informationen vertrauensvoll an ihren Kollegen, 30 cm neben ihr) weiter, der das ganze souverän in die Kasse tippt und die Becher an Kollegin Nummer 3 weiter reicht. Bei ihr liegt nun die gesamte Verantwortung: Sie muss entscheiden, was sie selbst macht und was sie an die Kollegin Nummer 4 delegieren kann. Dazu muss sie natürlich den beschriften Becher auch weitergeben und kurz erläutern, was da hinein soll. In unserem Fall war es einfach, nur ein doppelter Espresso. Der kommt wieder von Kollegin 4 an Kollegin 3 zurück, die laut ausruft: Doppelter Espresso für Annette und „der komische Frappé“ auch für Annette. Laut rufen ist wahrscheinlich wichtig, weil sicher schon der eine oder andere Kunde während der ganzen Prozedur eingeschlafen, oder im Extremfall weggestorben ist.
Wenn man das mal so sieht, ist der Kaffee eigentlich noch viel zu billig und man freut sich richtig drauf!
Weiter geht’s.

Unser Zimmer äh „Lodge“

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Na ja, ich habe schon bessere erste Eindrücke erlebt. Rezeption abgeschlossen, aber ein Schild weist auf die Klingel hin. Klingeln – keine Reaktion! Nochmal klingeln, wieder nichts! Die Türe sieht aus, als wäre sie seit Jahren nicht mehr geöffnet worden, aber wir sind ja entspannt im Urlaub. Also die Nummer angerufen die neben der Klingel steht (warum steht die nur da? Haben wir zuhause die Telefonnummer an der Klingel stehen?) Aber zumindest meldet sich jemand und wir werden auch tatsächlich auf dem Hof empfangen. Zimmer 23, Schlüssel steckt in gebrochenem, aber verständlichem Deutsch.
Jetzt war die Erwartung an das Zimmer, die aufgrund der Kritiken im Internet schon nicht allzu hoch war, auf Bodennähe gesunken. Aber zum Glück wurden wir hier positiv überrascht. Es war zwar nicht first class, aber sauber und ordentlich. Riesiger Holz-Balkon (Gut, dass ich etwas abgenommen habe, sonst wäre ich wahrscheinlich nicht nach draußen gegangen) Da kann man nicht meckern! Sogar das Schwalbennest auf dem Zugang ist inklusive.

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Picknick am Strand

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Schon den ganzen Tag erzählen uns die verschiedensten Radiotanten und -onkel immer wieder, dass es morgen regnerisch werden würde. Ob wir es hören wollen, oder nicht!
Mit dieser Aussicht im Nacken, raffen wir uns auf und fahren doch noch einmal Richtung Niendorf ans Meer. Beste Entscheidung ever! Super Abendstimmung, schneller Parkplatz, leerer Strand, an dem wir eigentlich noch irgendwelche Abgaben hätten zahlen sollen, aber egal. Das Licht ist perfekt zum Fotografieren, was ich selbstverständlich auch ausgiebig mache. Dann das Abendessen im Sand, traditionell mit Äpfelchen und Frikadellenbrötchen. Dazu ein Rotwein aus dem Plastikbecher, das Meeresrauschen und den Sonnenuntergang gibts gratis dazu. Herz, Geist, Magen usw., was wollt ihr mehr?
Zum Abschluss schlendern wir noch mal auf die andere Seite der Bucht, wo wir schon ein Schild erkennen können, das uns ein frisches Bier in Aussicht stellt! Es gibt sogar alkoholfreies Weizen und Alsterwasser. 2 Stühle an den Kai, Blick auf die Bucht und genießen. Jetzt noch das obligatorische Fischbrötchen (ob die Heringe am Vormittag noch glücklich hier in der Bucht geschwommen sind? Bestimmt! Hier am Meer müssen die doch frisch sein!)
Nun reichts aber auch wirklich mit Aktivitäten. Der Tag war lang, aber Hammer. Also zurück nach Ratekau in die Lodge, kurz Bilder sichern und ab in die Falle.