Das Miniatur Wunderland

Heute war mein Plan ganz einfach. Zum Geburtstag hatte ich Karten für das Miniatur Wunderland bekommen. Nicht nur die „normalen“ sondern zusätzlich noch eine für eine Führung hinter die Kulissen. Das versprach spannend zu werden!

Ein tolles Erlebnis

Es kam, wie man es erwarten konnte. Pünktlich um 10:40 starteten wir in einer kleinen Gruppe von 5 Besuchern und tauchten beinahe wörtlich in die Landschaften des Wunderlandes ein. Eine erste kleine Einführung gab es direkt unter den Schweizer Bergen, umringt von Bahnen auf mehreren Ebenen, die dort auf Ihren Einsatz warteten.

Hier erfuhren wir auch warum die Züge hier immer mal wieder zwischengeparkt werden: Ganz einfach, sie müssen sich erholen! Da es sich um ganz normale, handelsübliche Modelleisenbahnen handelt, sind diese nicht für eine stundenlange Dauerbelastung ausgelegt und müssen zwischendurch einfach mal abkühlen. Das machen sie z.B. hier in diesem „Bahnhof“.

Weiter führte uns die Tour – entweder unter den Kulissen, oder auch hinter den Landschaften vorbei, wobei wir von den Besuchern auf der anderen, der „normalen“ Seite aufmerksam bestaunt wurden. Auch in den neuen Bereich, der über eine extra gebaute Brücke erst vor kurzem neu erschlossen wurde. Dort entstehen gerade die Anden und der Regenwald und man kann zusehen, wie hier und da gewerkelt wird. Das ist mindestens genauso interessant, wie die fertigen Landschaften zu bewundern.

Die Führung ist wirklich sehr interessant uns informativ, auch wenn man – wie ich – nicht der Eisenbahn-Profi ist. Aber einmal Einblick in das zu bekommen, was unbemerkt hinter den Kulissen abläuft, macht das ganze Projekt noch viel bewundernswerter.

Nach etwa einer Stunde wurden wir dann in die Welt der normalen Besucher zurückgeschickt und ich habe wirklich versucht, mir alles anzusehen. Alles ist es nicht geworden, zumindest nicht alles gleich intensiv – und bei bestimmten Objekten (z.B. der Ausbruch des Vesuv) gibt es jedes Mal riesiges Gedränge. Ich weiß aber zumindest jetzt, wie der Vulkanausbruch technisch gelöst wurde :-).

Skandinavien, Italien, Monaco mit der Formel 1 und natürlich Hamburg und der Flughafen waren schon die Highlights.

Hamburg – mal wieder 😃

Dieses mal ist es kein so richtiger Urlaub. Zumindest nicht für Annette.

Der eigentliche Grund dieser Reise ist die DEGINA, ein internationaler Kongress für Notfallmedizin. Ich bin da jetzt nicht unbedingt der erste Ansprechpartner und natürlich auch nicht dort dabei. Aber das heißt ja nicht, daß ich nicht trotzdem mit nach Hamburg fahren kann und wir zumindest an den Abenden was unternehmen können.

Auch dieses mal fahren wir mit der Deutschen Bahn und auch dieses mal haben wir früh, also ganz früh gebucht. Schon im vergangenen Dezember, als der Termin definitiv feststand. Was soll ich sagen, das kann man nicht günstiger hinbekommen: 58 € pro Person. Hin- und Rückfahrt, Platzreservierung und sogar noch den Zuschlag für eine optionale Stornierung. Wenn das einigermaßen hinhaut, ist das nicht zu toppen.

Etappe 1: Grünmorsbach – Aschaffenburg

Nun geht´s also los, der Bus startet um 06:01 (übrigens für 3,30 € einfach 🙁 ) und wenn alles klappt fährt der ICE um 06:42 ab in Richtung Würzburg. Warten wir mal ab…

Das geht schon mal gut los…

Wie erwartet, gab es um 6 Uhr Morgens auch kein großes Gedränge und wir kommen ganz entspannt am Bahnhof an. Auch hier sieht es wieder gut aus – zumindest 20 Minuten vor Abfahrt. Also schnell zum Yormas für die Reiseverpflegung und dann direkt zum Bahnsteig 6.

Geplante Abfahrt um 06:42 und was soll ich sagen, um 06:44 ging`s los. Geht doch!

Etappe 2: Aschaffenburg-Würzburg

Die zweite Etappe scheint nun auch gut zu laufen, jetzt müssen wir nur noch pünktlich in Würzburg sein, denn dort haben wir nur 8 Minuten Umsteigezeit und müssen dabei den Bahnsteig wechseln. Ist ja grundsätzlich zu schaffen, wenn wir eben pünktlich ankommen.

Wir waren dann nicht nur Pünktlich, sondern sogar zu früh! Am Ende waren es satte 2 Minuten, die wir vor der geplanten Zeit ankamen und so ging es auch ganz entspannt zur dritten Etappe.

Etappe 3: Würzburg – Hamburg

So entspannt war es selten. Auch der nächste Zug kommt pünktlich und bleibt direkt so stehen, so dass wir nur noch einsteigen müssen! Läuft!

Und so, wie die Reise angefangen hat, geht es zum Glück auch weiter. Fast pünktlich kommen wir in Hamburg an, steigen in die U-Bahn und sind kurz nach 12 am Hotel Adina , wo wir auch direkt einchecken können. Wenns läuft, dann läufts 🙂

Hamburg. Da sind wir.

Hier haben wir also unser Basislager aufgeschlagen. Das Hotel Adina in der Speicherstadt liegt günstig für uns und wir haben hier ein kleines Appartement mit Küchenzeile.

Die U-Bahn-Station liegt praktisch direkt vor dem Haus und auch zu Fuß ist man in etwa einer halben Stunden an den Landungsbrücken, zur Hafen-City sind´s 10 Minuten und in die Speicherstadt mit den Miniatur-Wunderland nur ein paar Minuten mehr.

Wir gehen also kurz aufs Zimmer, stellen die Koffer ab und dann macht sich Annette direkt auf den Weg zur Degina. Ich habe nun den Nachmittag für mich, bevor wir uns am Abend wieder im Ola Lisboa zum Essen treffen wollen. Was also tun? Das Wetter ist gut, etwas wolkig, auch mal Sonne und der unvermeidliche Wind. Aber auf jeden Fall gut genug, um loszuziehen.

Die großen drei.

Vielleicht ist das doch etwas übertrieben, aber für uns ist das sowas wie der Standard in Hamburg. Die Kaffeerösterei in der Speicherstadt, das Cafe Alex und Fisch & Co. in der Deichstrasse. Das Cafe Alex war ja bis vor Kurzem noch am Jungfernstieg und hat dort geschlossen. Ich war also freudig überrascht, dass es den Laden jetzt an der Überseebrücke gibt. Das spart Meter und die Attraktionen sind enger zusammengerückt.

Man kann auf dem letzten Bild schon erkennen, dass sich das Wetter langsam aber sicher verschlechtert, es kommen Wolken auf und der Wind wird mehr und kälter. Ich mache mich also auf den Rückweg, wenn auch nicht ganz direkt. Wir brauchen ja noch was zu trinken und für die nächsten Tage auch was zum Frühstück. Das, also das Frühstück hätten wir auch im Hotel haben können, aber da wir ja wenig Zeit haben, ist es uns das Geld nicht wert und wir essen lieber ein Müsli im Zimmer und machen uns dann direkt auf die Socken…

Aber genau das muss ich halt erstmal besorgen – und dazu mache ich einen Umweg über die Hafen-City, weil das a) eine schöne Ecke ist und dort b) einen Edeka gibt. Schon auf dem Weg dorthin wurde der Himmel immer dunkler und ich sah mich schon mit Regenschirm durch Hamburg marschieren. Es kam aber ganz anders. Ich rein in den Edeka, hier suchen, da was in den Einkaufskorb. Wie es halt mal so ist, wenn man was besorgt. 15 Minuten später komme ich dann bepackt aus dem Laden und alles ist klitschnass. Aber richtig. Nicht feucht – nass! Glück gehabt. So komme ich trocken zurück ins Hotel und lade meine Einkäufe ab.

Jetzt habe ich etwas Zeit, der nächste Programmpunkt ist das Abendessen im Ola Lisboa, auch das hat schon Tradition bei unseren Hamburg-Besuchen. Wir haben dort für 18:30 reserviert (ohne zu reservieren geht da mal gar nichts) und Annette kommt direkt dort hin.

Das Wetter hat sich wieder beruhigt und so gehe ich auch dieses mal wieder zu Fuß, gut 20 Minuten sind ja zu schaffen.

Auch eine Art von Recycling

Bei den letzten Besuchen in dem portugiesischen Restaurant waren wir immer sehr zufrieden mit dem Essen. Man sitzt zwar sehr eng und es geht geschäftig zu, aber der Fischteller und die Meeresfrüchte-Pfanne waren klasse. Letztes mal. Bei diesem Besuch hatten wir irgendwie das Gefühl, dass es nicht mehr so passte. Zumindest der Fischteller war lieblos zusammengeworfen, die Zitronenspalten hat man sich gespart, die Kartoffeln waren nicht gesalzen und das Gemüse – rote Beete und Kohlrabi – sagen wir mal, sehr gewagt. Das alles war beim letzten mal besser, schöner angerichtet und auch nicht so mit Butter getränkt. Schade, das hat doch nachgelassen, war nicht wirklich schlecht, aber eben nicht mehr so, wie wir es kannten und erwartet hatten.

Nach einem Nachtisch und einem Carajillo traten wir dann den Heimweg an, wieder zu Fuß und entlang dem Kanal, der parallel zur Speicherstadt verläuft. Der Tag hatte um 04:30 mit dem Wecker begonnen und kurz vor 21 Uhr und mit etwas mehr als 17.000 Schritten ging er zu Ende.