Hamburg. Da sind wir.

Hier haben wir also unser Basislager aufgeschlagen. Das Hotel Adina in der Speicherstadt liegt günstig für uns und wir haben hier ein kleines Appartement mit Küchenzeile.

Die U-Bahn-Station liegt praktisch direkt vor dem Haus und auch zu Fuß ist man in etwa einer halben Stunden an den Landungsbrücken, zur Hafen-City sind´s 10 Minuten und in die Speicherstadt mit den Miniatur-Wunderland nur ein paar Minuten mehr.

Wir gehen also kurz aufs Zimmer, stellen die Koffer ab und dann macht sich Annette direkt auf den Weg zur Degina. Ich habe nun den Nachmittag für mich, bevor wir uns am Abend wieder im Ola Lisboa zum Essen treffen wollen. Was also tun? Das Wetter ist gut, etwas wolkig, auch mal Sonne und der unvermeidliche Wind. Aber auf jeden Fall gut genug, um loszuziehen.

Die großen drei.

Vielleicht ist das doch etwas übertrieben, aber für uns ist das sowas wie der Standard in Hamburg. Die Kaffeerösterei in der Speicherstadt, das Cafe Alex und Fisch & Co. in der Deichstrasse. Das Cafe Alex war ja bis vor Kurzem noch am Jungfernstieg und hat dort geschlossen. Ich war also freudig überrascht, dass es den Laden jetzt an der Überseebrücke gibt. Das spart Meter und die Attraktionen sind enger zusammengerückt.

Man kann auf dem letzten Bild schon erkennen, dass sich das Wetter langsam aber sicher verschlechtert, es kommen Wolken auf und der Wind wird mehr und kälter. Ich mache mich also auf den Rückweg, wenn auch nicht ganz direkt. Wir brauchen ja noch was zu trinken und für die nächsten Tage auch was zum Frühstück. Das, also das Frühstück hätten wir auch im Hotel haben können, aber da wir ja wenig Zeit haben, ist es uns das Geld nicht wert und wir essen lieber ein Müsli im Zimmer und machen uns dann direkt auf die Socken…

Aber genau das muss ich halt erstmal besorgen – und dazu mache ich einen Umweg über die Hafen-City, weil das a) eine schöne Ecke ist und dort b) einen Edeka gibt. Schon auf dem Weg dorthin wurde der Himmel immer dunkler und ich sah mich schon mit Regenschirm durch Hamburg marschieren. Es kam aber ganz anders. Ich rein in den Edeka, hier suchen, da was in den Einkaufskorb. Wie es halt mal so ist, wenn man was besorgt. 15 Minuten später komme ich dann bepackt aus dem Laden und alles ist klitschnass. Aber richtig. Nicht feucht – nass! Glück gehabt. So komme ich trocken zurück ins Hotel und lade meine Einkäufe ab.

Jetzt habe ich etwas Zeit, der nächste Programmpunkt ist das Abendessen im Ola Lisboa, auch das hat schon Tradition bei unseren Hamburg-Besuchen. Wir haben dort für 18:30 reserviert (ohne zu reservieren geht da mal gar nichts) und Annette kommt direkt dort hin.

Das Wetter hat sich wieder beruhigt und so gehe ich auch dieses mal wieder zu Fuß, gut 20 Minuten sind ja zu schaffen.

Auch eine Art von Recycling

Bei den letzten Besuchen in dem portugiesischen Restaurant waren wir immer sehr zufrieden mit dem Essen. Man sitzt zwar sehr eng und es geht geschäftig zu, aber der Fischteller und die Meeresfrüchte-Pfanne waren klasse. Letztes mal. Bei diesem Besuch hatten wir irgendwie das Gefühl, dass es nicht mehr so passte. Zumindest der Fischteller war lieblos zusammengeworfen, die Zitronenspalten hat man sich gespart, die Kartoffeln waren nicht gesalzen und das Gemüse – rote Beete und Kohlrabi – sagen wir mal, sehr gewagt. Das alles war beim letzten mal besser, schöner angerichtet und auch nicht so mit Butter getränkt. Schade, das hat doch nachgelassen, war nicht wirklich schlecht, aber eben nicht mehr so, wie wir es kannten und erwartet hatten.

Nach einem Nachtisch und einem Carajillo traten wir dann den Heimweg an, wieder zu Fuß und entlang dem Kanal, der parallel zur Speicherstadt verläuft. Der Tag hatte um 04:30 mit dem Wecker begonnen und kurz vor 21 Uhr und mit etwas mehr als 17.000 Schritten ging er zu Ende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert