Bereits in der letzten Woche hatten wir geplant, heute die Insel Norderney zu besuchen und auch Parkplatz und Fähre schon gebucht. Schön war dabei, dass man sich noch nicht auf eine bestimmte Uhrzeit festlegen musste. Wir hatten also alle Optionen zwischen 7 Uhr und dem späten Nachmittag und das Wetter sollte heute auch alle Wünsche erfüllen.
Zum Hafen nach Norddeich haben wir ungefähr eine halbe Stunde zu fahren, dann 15 Minuten vom Parkplatz zum Anleger zu Fuß. Wir sind also rechtzeitig für die 8-Uhr-Fähre da und starten bei noch ein paar Wolken nach Norderney.


Die Sonne lässt dann auch nicht mehr lange auf sich warten und so haben wir eine tolle Überfahrt, zwar mit ordentlich Wind, aber das ist eben Nordsee!
Mit uns sind natürlich noch ein paar andere Schiffe unterwegs, auch das Schwesterschiff unserer Frisia I



Unterwegs hatten wir sogar das Glück, Robben zu sehen, aber die Kerle sind so schnell wieder abgetaucht, dass ich es leider nicht geschafft habe, ein Bild zu machen. Da ist es doch einfacher, sie auf einer Sandbank zu erwischen, als im freien Wasser.
Nach einer knappen Stunde laufen wir den Hafen auf Norderney an und unser erstes Ziel ist jetzt der Fahrradverleih Insel Bike Norderney. Für schlappe 48 € mieten wir uns 2 E-Bikes, mit denen wir die Insel erkunden wollen. Zu Fuß ist der Radius dann doch sehr limitiert, also ab auf die Drahtesel.
Zuerst starten wir Richtung Ostteil der Insel, zumindest so lange, wie wir das dürfen, denn ein großer Teil ist dort Naturschutzgebiet und darf entweder gar nicht, oder nur zu Fuß betreten werden. Das schaffen wir dann in dem einen Tag aber wirklich nicht und der Teil, den wir uns ansehen können, gibt uns auch schon einen schönen Eindruck von der Insel.

Am Ende des Tages haben wir 24 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und noch einiges zu Fuß.
Der südliche Teil ging fast ausnahmslos über schmale Deichpfade, sehr holprig, aber wunderschön und es war kaum was los.

Immer wieder haben wir mal kurze Fotopausen eingelegt, die Ausblicke waren einfach zu schön, um einfach weiter zu fahren. Und wie man sieht, auch das Wetter hat an diesem Tag perfekt mitgespielt. Mehr geht schon gar nicht mehr.

und dann wieder weiter auf dem Deich…
Im Norden der Insel liegt dann der Bereich von Norderney, den die meisten Touristen hier suchen: Der Strand. Das war auch sofort an den Besuchern zu erkennen. War es unten noch sehr ruhig, ist hier schon mehr Leben: Schülergruppen, Familien und andere Badegäste sorgen für ein lebendiges Treiben. Wir stellen die Fahrräder immer mal wieder ab, um zu Fuß weiter zu gehen.

Auch am Leuchtturm von Norderney machen wir einen Stopp und Annette geht sogar hoch auf die Plattform
Ich lasse das mal lieber aus, so schön kann der Ausblick gar nicht sein 🙂
Der nächste Halt ist dann an der weißen Düne, wo wir unsere Mittagspause geplant haben. Leider blieb es bei der Planung! Traditionell hatten wir uns schon mit Brötchen, Salamis und Äpfelchen eingedeckt und es uns so schön vorgestellt: Auf einer Bank sitzen, Blick aufs Meer, Sonne…


So weit war die Theorie auch ganz gut, leider kam uns aber eine riesige Möwe in die Quere, die – so sah es aus – schon auf uns und unsere Würstchen gewartet hatte. Wir hatten das Zeug echt noch nicht ausgepackt, da flog sie schon ihre erste Attacke. Die Viecher sind da echt aggressiv! Also Kommando zurück, alles wieder schön in den Rucksack und erstmal nur der Blick aufs Meer.
Das Essen holen wir dann eine halbe Stunde später nach: Auf einer Bank in den Dünen, vollkommen ohne Möwen, ganz in Ruhe – aber halt ohne Meerblick, dafür mit einem anderen Besucher.

Zu dieser kleine Raupe finden wir dann beim nächsten Stopp an der Thalassoplattform am Zuckerpfad ein paar Infos
Hier steigen wir auf die Plattform hoch und haben von da einen Tollen Blick über die Dünen.


Der nächste und letzte Abschnitt unserer Fahrradtour führte uns dann in den Ort. Hier bummelten wir durch die Straßen, die so aussahen, wie in jedem halbwegs größeren Ort an der Nordseeküste. Natürlich musste dann auch ein Ostfriesentee mit Meerblick sein. Mit Glück haben wir auf der Terrasse der Marienhöhe einen Platz bekommen…
Damit ging dann auch unser Insel-Trip dem Ende entgegen. Noch ein paar Minuten auf dem Fahrrad, das wir dann vollkommen problemlos zurückgeben konnten, und um 16:15 h starteten wir mit der Fähre zurück Richtung Norddeich.
Der Tag war echt sensationell, perfektes Wetter, schöne Eindrücke und das Fahrradfahren hat auch riesigen Spaß gemacht. Aber wir sind jetzt auch ganz schön platt!
Trotzdem müssen wir auf dem Festland aber noch was Essen und irgendwie war es uns heute nach dem vielen Fisch in den letzten Tagen nach etwas deftigem: Griechisch! Gyros! Tsatsiki! Blöd nur, dass beide Griechen in Greetsiel am Montag Ruhetag haben. Glücklicherweise kam uns dann aber die Idee, einfach mal unterwegs nach einem Lokal zu suchen – und siehe da, 5 Minuten entfernt gab es einen sehr gut bewerteten Griechen. Ab dahin.
Wir haben den Besuch im Restaurant Kreta in Norden nicht bereut! Sehr, sehr leckeres Essen, super freundlicher Service und die Portionen waren nicht zu schaffen.


Jetzt noch 20 Minuten bis in den Schonergang 13 in Greetsiel und ein toller, ereignisreicher 13. Juli 2026 geht zu Ende.






