Der hohe Norden hat schon was, also den hohen Norden Deutschlands meine ich damit. 2021 und 2023 (da habe ich hier noch nicht so aktiv gearbeitet) waren wir schon mal für jeweils 2 Wochen da oben, Damals war es Neuharlingersiel in Ostfriesland und dieses Jahr sind wir in Greetsiel gelandet.
Irgendwann war der Plan eigentlich, dass wir mal an die Ostsee fahren. Wir haben da auch wirklich schon intensiv gesucht. Aber irgendwie haben wir einfach nichts gefunden. Entweder es war super teuer, oder am Ar… der Welt. Als sich das dann immer länger hingezogen hat (wir haben schon im November 2025 gebucht!), haben wir kurzerhand aus dem Osten den Westen gemacht, dort gesucht und auch recht schnell etwas gefunden.
Genau hier sitzen wir nun, in Greetsiel, Schonergang 13 in einer klasse Ferienwohnung. Mit etwas weniger als 1.200 € für 2 Wochen stimmt hier auch der Preis. Da kann man durchaus mehr ausgeben!
Jetzt aber mal von Anfang an
Wie gewohnt sind wir früh gestartet. Laut Google sollten wir etwa 5:30 Stunden brauchen, dann noch ein Päuschen dazu und mit etwas Verkehr muss man ja auch immer rechnen. Geplante Startzeit also um 07:00 h und das hat tatsächlich auch so hingehauen. Dann musste natürlich noch der obligatorische Besuch bei „unserem“ Bäcker Staab sein, denn ohne entsprechende Verpflegung ist das ja nicht zu schaffen 🙂 Effektiv sind wir also erst um 07:15 gestartet.
Aufgrund der Verkehrslage wurde uns die Strecke über die A45/A1/A31 vorgeschlagen und wir haben das dankbar angenommen, was sich als absolut richtig erwiesen hat. Es gab, bis auf einen kleinen Abschnitt in der Dortmunder Ecke sehr wenig Verkehr und die Fahrt war dementsprechend sehr entspannt. Unseren geplanten Zwischenstopp, das Designer Outlet Center in Ochtrup erreichten wir um 11 Uhr und verbrachten dort eine gute Stunde.

Schon beim Eintreffen fiel uns die Werbung eines Unternehmens auf, das dort seine Dienste anbot 🙂 Frittenwerk.
wer es nicht kennt, der Name ist hier Programm. Wir waren schon ein paarmal in Bonn in der Filiale – und es gibt dort halt mal Pommes in anders!

Ziel: Greetsiel
Kurz nach 12 gings dann auf die zweite und letzte Etappe. Gestern haben wir uns mit der Vermieterin abgestimmt und mal so ganz locker vermutet, dass wir gegen 14 Uhr da sein werden. Und wann waren wir da? 13:58 h. Gut gelaufen aber schon reiner Zufall, dass es so gut gepasst hat.

Die Übergabe der Wohnung war schnell und sehr unkompliziert erledigt. Jetzt also schnell das Auto auspacken und ein erstes Mal in den Ort um mal etwas reinzuschnuppern und den Kühlschrank mit allem Nötigen für die nächsten Tage zu füllen. Unterwegs hatten wir hier und da mal ein paar Regentropfen, hoffen wir mal, dass es das zumindest für heute gewesen ist.
Greetsiel
Da wir ja unbedingt einkaufen mussten, ging es erst einmal mit dem Auto in den Ort, zu Fuß wären das etwa 15 Minuten. Parken kann man relativ nah, aber leider gibt`s nur ganz wenige kostenlose Parkplätze.
Also Auto abgestellt und ab ins „Zentrum“.
Greetsiel ist zwar auch nicht riesig, aber doch deutlich belebter und auch etwas touristischer, als wir es von Neuharlingersiel kennen. Direkt am Hafen gibt es eine Vielzahl von Geschäften und Lokalen, da finden wir bestimmt auch was, das uns gefallen wird. Heute sind wir aber nur mal so auf der „Durchreise“, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt, ein Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken. Jacke an, Jacke aus. Aber zumindest blieb es trocken…



Gut eine Stunde später sind wir dann zurück am Parkplatz und jetzt geht geht es ab in den Edeka. Alles Notwendige für die nächsten Tage in den Einkaufswagen und zurück in die Ferienwohnung. So weit – so gut. Oder doch nicht?
Zum Abendessen gabs heute nur was zu Vespern, mit sündhaft teurem Brot aus einer der Zwillingsmühlen 🙂 War trotzdem nicht so gut, wie das vom Bäcker Staab!
Wo ist mein Handy?
Nach dem Essen sollte es eigentlich gemütlich werden. Der Tag war lang, wir sind früh aufgestanden, also ab auf die Couch. Doch dann kam die Frage (wohlgemerkt nicht von mir:-) ), die plötzlich alles ändern sollte: Wo ist denn mein Handy? Grundsätzlich ist das erstmal noch kein Grund zur Sorge, das haben wir zu Hause auch regelmäßig. Dann kommt als nächstes ein Rundgang durch die Wohnung – und oft taucht es schon da wieder auf. Heute nicht!
Also zur nächsten Stufe: Ruf mich mal bitte an!
Ich wähle und im Normalfall klingelt es dann beim zweiten Rundgang irgendwo in der Wohnung.
Heute nicht. Stille! Absolute Stille, leichte Ratlosigkeit und der Beginn von Verzweiflung.
Nachdenken! Im Auto könnte es noch sein!
Hoffnung. Also raus ans Auto. Ruf mich mal bitte an. Wieder rein.
Immer noch Stille! Große Ratlosigkeit. Fortschreitende Verzweiflung! Gewissheit. Das Handy ist weg!
Jetzt brauchen wir erstmal ein paar Minuten, um die nächsten Schritte zu überlegen. Was tun, was sperren, was sonst noch? Überlegen. Eigentlich kann es nur bei Edeka liegen, der hat aber schon zu. Egal, wir fahren trotzdem mal hin. Vielleicht muss ja jemand noch aufräumen und kann uns kurz reinlassen.
Niemand räumt noch auf und niemand lässt uns rein! Mist. Also wieder zurück.
Find my mobile
Bevor wir nun alles in Bewegung setzen, versuche ich mal, ob ich das Handy orten kann. Das funktioniert tatsächlich und beruhigt uns dann doch einigermaßen: Letzter Standort ist tatsächlich beim Edeka und verändert sich auch nach mehrmaligem Aktualisieren nicht. Wir hoffen also, dass wir das Handy morgen früh dort wieder abholen können.
So ist der erste Abend mal ganz anders gelaufen, als geplant, die Spannung bleibt hoch und wir gehen müde ins Bett.

