Heute ist ja laut Wettervorhersage der letzte Tag, an dem das Wetter, sagen wir mal suboptimal sein soll. Also sind wir kurzerhand nach Emden gefahren, dauert etwa eine halbe Stunde, bei gemütlicher Fahrt über die Dörfer.
So wirklich gr0ße Attraktionen gibt´s dort tatsächlich nicht, bei 50.000 Einwohnern kann man das aber auch nicht erwarten. Auf unserer To Do Liste standen nur das Otto-Haus und Thiele Tee. Und dann warten wir mal ab, was es sonst noch gibt…

Gleich am Anfang gabs schon die erste Abweichung vom Plan: Im Schaufenster eines Klamottenadens gabs reduzierte Friesennerze. Zum Glück nicht nur in leuchtendem Gelb… Jetzt kann also regnen 🙂
Wir bummeln danach noch etwas durch die Stadt und dann ist es auch schon Zeit für das Mittagessen. Nach etwas Recherche wissen wir, dass DER OSTFRIESE wohl gut sein soll. Probieren wir es aus!
Der Ostfriese
Wie so oft, sind die Bewertungen im Internet tatsächlich zutreffend. Wir entscheiden uns beide für einen Burger mit Pulled Salmon und das war eine sehr gute Wahl. Absolut empfehlenswert!

Wer also mal nach Emden kommt: Hier geht´s hin:
Gut gesättigt geht es dann zum ersten Ziel, dem Otto-Haus, oder wie der Ostfriese sagt Dat Otto Huus.
Vor der Türe gab´s eine Schlange die von einer Otto-Ampel geregelt wurde.
Bei einer Schlange vor dem Eingang denkt man ja gleich an Menschenmassen, die alle zum Eingang drängen und nur schwer im Zaum zu halten sind. Hier ist das nicht ganz richtig. Die Schlange gibt es eigentlich nur deshalb, weil das Huus nur ein Hüüschen (?) ist und es, wenn da 10 Leute drin sind, schon verdammt eng wird. Im Erdgeschoß gibt´s einen kleinen Laden, darüber ein „Museum“ von vielleicht 30 m³ und ganz oben ein „Kino“ für etwa 20 Leute. Klar, es läuft ein Otto-Film und der Raum ist proppevoll. Wir waren also recht schnell wieder draußen.




Ist die Ampel für den Einlass noch eine private Spielerei, gibt es dann doch eine offizielle Lichtzeichenanlage im Otto-Stil
Ich hoffe mal, dass das nicht irgendein amerikanischer Präsident mitbekommt, sonst müssen die ein paar Millionen Ampeln umrüsten 🙂
Direkt gegenüber sind dann die Deichkieker zu finden, ebenfalls eine Emdener Attraktion

Tatsächlich sind es nur 3 Deichkieker. Eine hat sich unberechtigterweise eingeschmuggelt 🙂
Am Ende unseres Besuchs haben wir uns dann noch mit gutem Ostfriesentee eingedeckt, der uns gestern wärmstens empfohlen wurde: Thiele Tee Begrüßt wurden wie sehr freundlich mit einem Tässchen Ostfriesentee und einem kleinen Schnack.
Der Käse-Hof-Laden
Das war irgendwie schon das Highlight des Tages: Den Laden haben wir uns auch schon vorher ausgesucht und heute hat es auf dem Rückweg prima gepasst. Die Anfahrt ist zwar etwas abenteuerlich (Bei einer Bewertung auf Google hieß es: „Tiefergelegte gehen besser zu Fuß“ – und das war wirklich ein gut gemeinter Rat 🙂
Als wir aber erstmal da angekommen sind, hat sich das alles absolut rentiert. Ein total uriger Laden mit super netter Bedienung und alle Käse gab es zum Probieren. So mussten wir also nicht die Katze im Sack kaufen.



Der Stall ist direkt vor dem Laden und so glaubt man gerne, dass die Milch komplett von hier kommt.
Wir haben uns also für 4 verschiedene Käsesorten entschieden und sie zu Hause dann am Abend gleich verspeist (also einen Teil davon) Der Eindruck hat sich absolut bestätigt: Sehr lecker – und wir waren sicher nicht zum letzten mal dort.
oben ein ZieKuh Käse, halb Kuh-, halb Ziegenmilch, rechts ein Ziegenkäse mit Feigen und Nuss, unten der Leuchtturmkäse mit Paprika und links ebenfalls ein mittelalter Kuhmilchkäse mit Schabziegerklee.
Zurück in Greetsiel mussten wir noch kurz zum Edeka und dann war auch der Dienstag schon vorbei.



