Die Radtour auf Norderney hatte uns so gut gefallen, daß wir das heute nochmal wiederholen wollten. Man kommt halt schon weiter, als zu Fuß mit den Walkingstöcken und die Radwege und Deichwege sind hier so gut ausgebaut, dass es meist auch ohne Streß geht.
An der Tankstelle hier in Greetsiel mieten wir uns also wieder 2 E-Bikes für einen Tag und starten Richtung Norddeich. Auf Komoot haben wir uns eine Runde ausgesucht, die etwa 34 Kilometer lang sein sollte, aber nicht ganz bis Norddeich geht. Das können wir ja unterwegs immer noch anpassen, je nach Zustand unserer Oberschenkel und des Fahrrad-Akkus.

Zuerst starten wir in Richtung Greetsiel, weil das die geplante Route war.


Leider müssen wir die Strecke dann etwas anpassen, da der Deichweg wegen einer Baustelle gesperrt ist. Es geht also zuerst mal an der Straße entlang, auf einem teilweise recht schmalen Fahrradweg. War dann aber kein Problem und irgendwann konnten wir an den Deich wechseln.

So wie hier, hatten wir den Weg oft ganz für uns alleine. Ein wirklich perfekter Tag, Sonne und etwa 21 Grad, dazu der Nordsee-Wind um die Nase. Für uns ideal zum Genießen der Fahrradtour.

Da es so gut lief, haben wir uns dann unterwegs dazu entschlossen, doch weiter bis nach Norddeich zu fahren und dort einen kurzen Stopp einzulegen. Die Akkus waren noch voll und dank E-Unterstützung hatten wir auch keine Probleme mit unseren Beinen.
Pause in Norddeich
An der Strandbar in Norddeich war noch ein Platz auf dem Dach frei. Glück gehabt!

Jetzt geht´s wieder zurück, aber nicht direkt. Etwa auf halber Strecke und etwas weg von der Küste solle es einen Landgasthof geben, wo man gut Essen kann und der auch sehr gute Bewertungen hat. Wir korrigieren also unsere Navigation und das nächste Ziel ist der Deichgasthof zur Leybucht.
Die Fahrt dahin ist wieder sehr angenehm und wir haben auch keine schweren Beine, obwohl wir uns schon der 40-Kilometer Marke nähern. Ohne E-Bikes wären wir jetzt wohl schon im Sauerstoffzelt 🙂 Was man echt unterschätzt, ist der Wind hier direkt an der Küste. Kommt er von vorne, ist das fast wie bergauf-fahren.
Wir erreichen also den Gasthof – und sind doch etwas enttäuscht. Im Normalfall kann man sich auf die Online-Bewertungen schon verlassen, hier wich die Realität doch einigermaßen davon ab. Egal, die Schnitzel, die so gelobt wurden, waren o.k. und wir wurden satt. Über alles andere hüllen wir hier mal den Mantel des Schweigens.


Zurück nach Greetsiel
Nach dem Essen hatten wir dann noch die letzte Etappe vor uns, zurück nach Greetsiel. Auch jetzt mussten wir wieder einen Fahrradweg entlang der Strasse nutzen, der z.T. sehr schmal war. Trotzdem haben wir Greetsiel gut erreicht und unsere Fahrräder beim Verleih zurückgegeben.
Am Ende sind es gut 45 Kilometer geworden, den E-Bikes sei Dank! Es ist schon erstaunlich, wie weit man als vollkommen untrainierter Radfahrer mit diesen Fahrrädern doch kommen kann, ohne sich total verausgaben zu müssen. Klar, hier ist auch alles eben, das trägt auch seinen Teil dazu bei. Unsere Kraft hat locker gereicht, unser „Sitzfleisch“ war dann aber doch ganz schön strapaziert 🙂
Sundown am Pilsumer Leuchturm
Bis zum Abendessen saßen wir noch im Schatten auf der Terrasse und genossen das herrliche Wetter. Dabei reifte auch der Entschluß, später noch einmal zum Pilsumer Leuchtturm rauszufahren und ihn mal zum Sonnenuntergang zu besuchen.
Wir waren dort erstaunlicherweise lange Zeit ganz alleine, obwohl die Sonne den kleinsten Leuchtturm Deutschland so herrlich in Szene setzte…




Das war eine gute Idee! Herrliches Licht und eine tolle Abendstimmung.
Zum Ausklang eines tollen Tages gönnten wir uns noch was auf der Terrasse bei ein paar Runden Mau-Mau!



