Was war es gestern noch so schön. Und heute?

Dazu nieselt es leicht, als wir um 7 Uhr aufwachen. Ein wenig Zeit haben wir ja noch, bis 10 Uhr können wir im Zimmer bleiben, aber irgendwann müssen wir dann mal runter von diesem Berg.
Zuerst gehen wir mal Frühstücken, vielleicht wird´s ja dann besser? Wird es nicht, obwohl das Regenradar eigentlich schon eine trockene Phase anzeigt, nieselt es noch immer leicht. Dazu ist es gegenüber gestern auch recht frisch geworden. Keine guten Voraussetzungen für eine Abfahrt mit dem Sessellift.
Regenkleidung und Hüllen für die Rucksäcke haben wir ja dabei, aber wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, möchten wir doch halbwegs im Trockenen da runter fahren. Also noch etwas abwarten. Wird schon werden 🙂
Wird es nicht! Ganz im Gegenteil. Hat es vor dem Frühstück noch genieselt, ist es jetzt eher ein leichter Regen. Aber was soll´s, ändern können wir eh nichts. Der Mitarbeiter vom Restaurant macht uns leider auch keine Hoffnung, er geht davon aus, dass es die nächsten 2 Stunden keine Besserung geben wird.
Wir packen also zusammen, dann die Regenhüllen über die Rucksäcke und eine Mülltüte über die Reisetasche. Mehr geht nicht. Nachdem wir bezahlt haben, ziehen wir noch unsere Einweg-Regenhüllen über und setzen uns den Naturgewalten aus 🙂
Der erste Sessellift ist glücklicherweise noch mit einer Regenhaube ausgestattet. Hier werden nur unsere Unterschenkel etwas nass, der Rest von uns ist einigermaßen im Trockenen.

So geht es praktisch im Blindflug den Berg hinunter bis zur Talstation der Weinbergbahn.

Zwischen der Talstation der ersten und der Bergstation der zweiten Bahn haben wir noch ein paar hundert Meter zu laufen und was wir nicht bedacht haben: Bergauf zu laufen. Das mit dem vollen Rucksack, eingepackt wie mitten im Winter und dazu noch mit der Reisetasche, die wir zusammen tragen. Da hatten wir nochmal richtig Puls 🙂
Jetzt aber ab auf die letzte Bergetappe. Und dieses Mal direkt eins mit der Natur, sprich direkt im Regen. Ab einem gewissen Punkt ist es aber auch schon egal, unser Regenschutz funktioniert einigermaßen und wenn wir am Auto sind, können wir uns ja umziehen und uns in trockene Klamotten werfen.

Angekommen! Die Regenhülle hat ihren Dienst getan und das Känguru, aus dem der Hut gemacht ist, war auch wasserdicht!
Tatsächlich sind unsere Beine aber doch etwas nass geworden, das war ja schon ganz oben abzusehen. Unterwegs, auf dem offenen Lift, ist uns aber eine Idee gekommen, wie wir das mit dem Umziehen machen. Wir wollen eh noch ein paar Sachen in Landeck einkaufen und erinnern uns daran, dass es dort bei Hofer ein überdachtes Parkdeck gibt. Gute Idee! Also erstmal schnell alles ins Auto, die nassen Hüllen in einen weiteren Müllsack und ab nach Landeck.
Dort herrscht erstmal etwas Ratlosigkeit. Vom Parkdeck beim Hofer keine Spur. Bis uns dann die Idee kommt, dass es doch etwas weiter draußen war? Und wirklich. Das Parkdeck gibt es, war nur beim Lidl 🙂
Hier fahren wir ins Untergeschoß, wo es nur Parkplätze für Mieter gibt und deshalb rein gar nichts los ist und wir uns in aller Ruhe umziehen können. Perfekt!
Aber jetzt doch wieder zum Hofer, die bekannten Sachen kaufen und dann wieder zurück nach Zams, wo wir noch kurz beim M-Preis die letzten Dinge einkaufen. Ist ja bei jedem Österreich Besuch das Gleiche 🙂
Von Zams aus treten wir dann endgültig die Rückreise an, bei immer noch leichtem Regen. Wir wählen die Route über den Fernpaß, obwohl Google uns über den Bodensee schicken will? Der Verkehr ist dann entsprechend. Sehr viel los, an einem Dienstag – und das in beide Richtungen. Aber es geht immer vorwärts, wir stehen nur ganz wenig und dann auch nur kurz. Kurz vor Reutte füllen wir den Tank nochmal auf. Auch wenn es nur ein paar Liter sind, bei 1,859 muss das schon sein.
Nach dem Grenztunnel Füssen, wo wieder Kontrollen stattfinden, geht es dann auf der A7 nach Norden. Am Anfang ist der Verkehr sogar noch recht dicht. Bei Bad Grönenbach legen wir den obligatorischen Stopp beim McD ein. Wo auch sonst?

Direkt gegenüber entdecken wir zufällig, dass dort Mammut seinen Sitz hat und einen Store und auch ein Outlet angeschlossen ist.
Den Besuch hätten wir uns sparen können. Selbst zu Outlet Preisen ist das immer noch weit weg von dem, was wir bereit sind auszugeben. Wenn eine Regenjacke von 360 € auf 210 € reduziert ist, ist das für mich immer noch nicht attraktiv.
Ab der Gegend von Ulm wird der Verkehr dann immer weniger und es bleibt so, bis wir kurz nach 18 Uhr nach 5:20 h Fahrt und 456 Kilometern zuhause ankommen.
