Heute begann der Tag eigentlich erst um 13:30 Uhr. Ursprünglich hatten wir heute geplant, uns Fahrräder auszuleihen und ein Tour zu machen, aber leider war das Wetter nicht so gut, wie vorhergesagt. Apropos Wettervorhersage. Wir nutzen auf unseren Handys zwei verschiedene Apps für die Wetterprognose. Bisher waren da aber so große Unterschiede, dass man nicht glauben kann, dass es um die Vorhersage für den gleichen Ort gehen soll. Wenn aber dann wenigstens eine der beiden Apps richtig liegen würde! Denkste! Bisher war es ausnahmslos so, dass die beiden jeweils ihr eigenes Wetter vorhersagten, die Realität dann aber nochmal anders aussah! Mal besser, mal schlechter, das scheint einfach Glück zu sein, zumindest hier an der ostfriesischen Nordesseküste.
Wir haben also die Radtour ausfallen lassen und stattdessen ein Fahrt mit der Graf Edzard I gebucht. Da können wir im schlimmsten Fall unter Deck gehen und sehen trotzdem noch was.
Die Graf Edzard I

Wir starten also um 14:30 h im Hafen von Greetsiel auf die Fahrt zur Schleuse und haben uns bei der Buchung für einen Platz auf dem Oberdeck – also im Freien – entschieden. Gute Wahl!

Die Fahrt führt durch das Naturschutzgebiet Leysiel bis zur Schleuse, wo die Nordsee vom Binnengewässer getrennt ist.


Zusätzlich fahren wir sogar noch durch die Schleuse, auch wenn wir direkt danach wieder umdrehen müssen. Der Kapitän hat uns erklärt, dass die Graf Ezdard I ein reines Binnenschiff ist und keine Zulassung für das offene Meer hat – und das fängt nun mal direkt nach der Schleuse und dem dortigen Becken an. Also rein in die Schleuse, hoch, drüben wieder raus, direkt umdrehen – und wieder rein.


So funktioniert das zumindest in der Theorie. Tatsächlich konnten wir auf dem Rückweg nicht mehr direkt mitkommen, weil vor uns schein ein anderes Ausflugsschiff eingefahren war und der Platz einfach nicht mehr für uns reichte. Also abwarten, erst die zwei Schiffe vor uns schleusen, dann waren wir an der Reihe. Das hat uns eine satte Verspätung von 20 Minuten eingebracht, was der Kapitän als äußerst selten bezeichnete. Uns wars egal!
Danach ging´s den gleichen Weg zurück, wieder mit einem Blick auf den kleinsten Leuchtturm Deutschlands.

Um 16:50 h waren wir zurück in Greetsiel. Das Wetter hat gehalten, ab und zu gab´s sogar etwas Sonne. War vielleicht sogar besser, als wenn wir ständig in der prallen Sonne gesessen wären? Und windig war´s auch 🙂
Weil es jetzt doch etwas sonnig wurde, sind wir kurzerhand noch auf die andere Hafenseite rüber und haben uns im Rettungsschuppen noch was zu trinken gegönnt.
Bekannt ist der Rettungsschuppen übrigens aus den Büchern von Dirk Trost, die allesamt in Greetsiel spielen. Deshalb musste ich unbedingt mal da hin.
Das war dann auch der Donnerstag, wir gehen zurück in die Wohnung und lassen den Tag gemütlich ausklingen.


